„Warum war ich bisher noch nie zum Wandern im Schwarzwald?“ Diese Frage geht mir nicht mehr aus dem Sinn, nachdem ich drei wundervolle Tage in Todtmoos verbracht habe. In den verwunschenen Wäldern erwachen Märchenbücher zum Leben. Wasserfälle und Bäche plätschern über Felsen und Gestein. Von den Höhenzügen bieten sich Aussichten bis zu den Alpen. Kühe grasen friedlich auf den Weiden. Da geht mir das Wanderherz auf. Dazu ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte und der Wandertag kann nicht besser aufhören. Todtmoos im Südschwarzwald bietet einfach alles, was du für einen sowohl erlebnisreichen als auch entspannten Wanderurlaub benötigst. Und genau das zeige ich dir jetzt.
Drei Tage Todtmoos im Südschwarzwald mit abwechslungsreichen Wanderungen, besonderen Ausflugszielen und regionalem Genuss. Ich zeige dir den Lebküchlerweg, den Hochkopfturm und den Hoffnungsstollen und verrate dir meine Tipps für einen naturnahen Kurzurlaub auch mit Hund.

- Todtmoos – ursprünglicher Schwarzwald abseits des großen Trubels
- Tag 1 – Ankommen, anwandern und anschauen in Todtmoos
- Der Hoffnungsstollen
- Tag 2 – Auf dem Lebküchlerweg rund um Todtmoos
- Lebkuchen und Todtmoos
- Todtmooser Wandersommer & Gipfel-Challenge
- Ein Nachmittag in Todtmoos
- Tag 3 – Hoch hinaus zum Hochkopfturm und Scheibenfelsen
- Zum Abschluss: Flammkuchen im Zimmermanns
- Wanderurlaub in Todtmoos: warum sich der Ort als Ausgangspunkt lohnt
- FAQ: Häufige Fragen zu Todtmoos im Schwarzwald
- Mein Fazit: 3 Tage Todtmoos im Schwarzwald
Todtmoos – ursprünglicher Schwarzwald abseits des großen Trubels
Todtmoos ist ein heilklimatischer Kur- und Marienwallfahrtsort im Südschwarzwald. Die kleine Gemeinde blickt auf eine lange und spannende Geschichte zurück. Die ersten Pilger kamen schon im 15. Jahrhundert nach Todtmoos um zur „Heiligen Mutter von Todtmoos“ zu beten, die der Sage nach im Jahr 1235 dem Leutprister Dietrich von Rickenbach erschienen sein soll. Wer hier einen angestaubten Ort erwartet, wird jedoch überrascht.

Todtmoos vereint eine bezaubernde Mischung aus alten Traditionen im typischen Schwarzwaldlook mit einem modernen Lebensgefühl. Das schnuckelige Innenstädtchen zum Bummeln, die hübschen Cafés und Restaurants zum Einkehren, ein Minigolfplatz und Freibad für spaßige Erlebnisse, der Hoffnungsstollen und das Heimatmuseum, der Kurpark sowie die Wallfahrtskirche für Kulturelles, sind umgeben von reichlich Natur und top ausgeschilderten Wanderwegen. So wird jedem Urlauber hier quasi ein Rundum-Sorglos-Paket serviert. Und das Schöne: trotz zahlreicher Highlights ist es hier einfach nicht überlaufen.
Zudem sind Hunde in Todtmoos herzlich willkommen. Es gibt zahlreiche Unterkünfte, in denen du mit deinem Hund in Todtmoos übernachten kannst und auch bei vielen Ausflügen, kann dein Hund dich begleiten. Dazu gibt es überall Gassisäckchen nebst Entsorgungsstationen.
Tag 1 – Ankommen, anwandern und anschauen in Todtmoos
Es ist ein heißer Augusttag, als ich mit Riley in Todtmoos ankomme. Und schon die Fahrt hierhin ist ein Erlebnis. Kaum von der Autobahn runter, lassen wir den Verkehr schnell hinter uns und kurven durch die herrliche Schwarzwaldlandschaft. Die Passstraßen winden sich die Berge hinauf und hinab. Todtmoos selbst kuschelt sich malerisch in ein idyllisches Tal und am liebsten würde ich sofort los wandern. Zuerst checken wir aber in unserem Hotel ein und laden das Gepäck aus, bevor wir uns in die Natur begeben.
Unsere Unterkunft: Hotel Zimmermann in Todtmoos
Das seit Generationen familiengeführte Hotel Zimmermann mit Café und Konditorei befindet sich im Herzen von Todtmoos. Gleich gegenüber liegt der Kurpark, an dessen Eingang sich eine große Infotafel des Schwarzwalds befindet. Schnell ist klar, die Wanderwege beginnen hier direkt vor der Hoteltür. Hinter dem Gebäude ragt der imposante Kirchturm der Wallfahrtskirche auf. Das Innenstädtchen liegt um die Ecke und auch besagter Minigolfplatz ist nur ein paar Schritte entfernt. Besser könnte unser Ausgangspunkt für die kommenden Tage nicht gelegen sein.
Nach einem überaus freundlichen Empfang durch den Chef, beziehen wir unser Zimmer. Vom Balkon können wir wunderbar auf den Ort blicken. Alles ist geschmackvoll und modern eingerichtet. Das Hotel ist mit Frühstück buchbar. Einen Restaurantbetrieb gibt es nicht, allerdings können wir während der Café-Öffnungszeiten auch Herzhaftes neben den süßen Köstlichkeiten essen.




Kleine Wanderung zum Hoffnungsstollen
Jetzt wollen wir uns aber noch ein bisschen bewegen, obwohl es draußen extrem warm ist. Da drängt sich der Besuch des Hoffnungsstollens geradezu auf. Also werden die Wanderschuhe geschnürt und los gehts zu Fuß. Vom Hotel wenden wir uns nach rechts, biegen wenig später auf einen schmalen Fußweg in Richtung Wallfahrtskirche ab und halten uns davor nach links. Der Weg verläuft an ein paar hübschen Schwarzwaldhäusern vorbei und bergauf bis zum Waldrand.
Unser Ziel ist gut ausgeschildert und während wir gemütlich durch den märchenhaften Wald mit seinen hohen Fichten schlendern, genießen wir die angenehme Luft. Riley erfreut sich über ein erfrischendes Bad im Todtenbach. Nach knapp 1,3 Kilometern erreichen wir den Hoffnungsstollen.



Hoffnungsstollen – Bergbaugeschichte bei konstanten 7 Grad
Schon beim Betreten des liebevoll gestalteten Eingangsbereichs spüren wir den Temperaturunterschied. Waren es draußen gerade noch 30 Grad kühlt es sich jetzt peu a peu ab. Was für eine geniale Erfrischung an heißen Sommertagen. Der gut gelaunte Mitarbeiter begrüßt uns herzlich (vor allem Riley, der holt sich wieder seine Extra-Portion Kuscheln ab) und erklärt mir kurz den Weg durch den Stollen. Dann kann die Erkundung auf eigene Faust starten. Riley darf mit dabei sein, denn Hunde sind im Hoffnungsstollen erlaubt. Gemeinsam streifen wir durch den unteren dunklen Tunnel. Kleine Infotafeln erläutern Wissenswertes über die Gesteinsvorkommen.
Vom Haupttunnel sind über zwei hohe Wendeltreppen noch zwei weitere Stollen zu erreichen. Da die Treppen aus Metallgittern bestehen, wartet Riley brav am Fuße der Treppen. Bei angenehmen 7 Grad lässt es sich hier aber auch prima aushalten.
Ein Besuch des Hoffnungsstollens in Todtmoos lohnt sich aber nicht nur an warmen Tagen. Das Ziel eignet sich ganzjährig und ist auch ein super Schlechtwettertipp.
Der Hoffnungsstollen
Die Grube „Todtmoos-Mättle“ wurde 1798 erstmals urkundlich erwähnt. Bis in die 1930er-Jahre wurden hier vor allem Magnetkieserz sowie kleinere Mengen Nickelerz abgebaut. Da größere Erzvorkommen ausblieben, endete der Bergbau 1937 endgültig. Ab 1988 wurde die ehemalige Grube zum Schaubergwerk ausgebaut. Seit dem Jahr 2000 können Besucher den familienfreundlich hergerichteten „Hoffnungsstollen“ erkunden.
Region: Todtmoos im Südschwarzwald
Highlights: drei Tunnelsysteme, zwei hohe Wendeltreppen, spannende Infotafeln
Hunde: erlaubt
Öffnungszeiten: 01.05. – 31.10. Do, Sa, So, Feiertage von 14:00 bis 17:00 Uhr 01.11. – 30.04. Sa, So, Feiertage 14:00 – 17:00 Uhr
Zurück am Ausgang plaudern wir noch eine ganze Weile mit dem sympathischen Mitarbeiter, bevor wir uns durch den Wald auf den Rückweg machen. Hierzu wandern wir erst ein Stück in Richtung Parkplatz, biegen aber vorher rechts ab und gehen in einem Linksbogen zurück zum Hotel. So haben wir schon die ersten 3 Wanderkilometer eingesammelt. Ausreichend für einen Ankunftstag und nach einer langen Autofahrt.
Abendessen im Schwarzwald Resort Rößle
Ein paar Schritte mehr, werden es dann allerdings doch noch, da wir zum Abendessen einen Tisch im Schwarwald Resort Rößle reserviert haben. Das befindet sich im Ortsteil Strick und ist nochmal anderthalb Kilometer entfernt. Weil die Temperaturen zum Abend angenehmer werden, gehen wir wieder zu Fuß. So trainieren wir auf dem Rückweg dann gleich wieder die Kalorien ab. Ja und davon werden es einige, denn es isst sich hier sehr lecker. 😉


Tag 2 – Auf dem Lebküchlerweg rund um Todtmoos
Unser zweiter Tag beginnt mit einem ausgesprochen guten und auswahlreichen Frühstücksbuffet im Hotel Zimmermann. Dann packe ich mir mein Lunchpaket. Da heute der Lebküchlerweg auf dem Programm steht, gehört da natürlich auch ein Stück Lebkuchen rein. Der wird in Todtmoos traditionell ganzjährig gebacken und gegessen.

Lebkuchen und Todtmoos
Der Todtmooser Lebkuchen blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits im 18. Jahrhundert diente das würzige und lange haltbare „Pilgerbrot“ den Wallfahrern als praktische Wegzehrung. Heute wird die Spezialität noch in zwei örtlichen Bäckereien nach einem Originalrezept aus der Zeit um 1900 gebacken.
Riley und ich starten den Lebküchlerweg direkt am Hotel. Der offizielle Startpunkt befindet sich allerdings am Freibad, wo es auch Parkmöglichkeiten gibt. Fußläufig ist das aber nicht weit entfernt, so dass ich das Auto am Hotel stehen lassen kann. Die Sonne scheint am Morgen von einem strahlend blauen Himmel und so soll es auch den ganzen Tag über bleiben. Es wird also ein warmer Tag, aber wir sind ja hier im Schwarzwald, dürfen also mit ein paar schattigen Abschnitten rechnen.



Zunächst führt uns der Weg also durch die gemütliche Innenstadt von Todtmoos und weiter in Richtung Freibad. Dort finden wir auch das Startportal des Lebküchlerwegs. Für Riley gibt es eine kleine Erfrischung im Rüttebächle und weiter gehts. Die ersten Highlights lassen nicht lange auf sich warten. Nachdem wir eine Hauptstraße überquert haben, bestaunen wir die Miniaturausgabe eines Schwarzwaldhäuschens mit einem Wasserrad und tauchen anschließend in die Rabenschlucht ein. Riley darf sich wieder über Wasser freuen. Ich freue mich über diese herrlich wildromantische Umgebung.
Im weiteren Verlauf des Weges, der uns nun stets bergauf führt, begleiten uns zahlreiche Tierfiguren, die zum „Spürnasenpfad“, einem Erlebniswanderweg für Familien, gehören. Etwas weiter erreichen wir erst den Schwarzen Felsen und dann den Scheibenfelsen mit der Rudolf-Jordan-Hütte.


Das schroffe Gestein lässt ein Gefühl wie im Hochgebirge aufkommen und auch die Aussicht auf Todtmoos ist grandios. In der kleinen Schutzhütte finden wir einen Stempelkasten, der zur Aktion Todtmooser Wandersommer & Gipfel-Challenge gehört. Das Stempelheft habe ich natürlich in meinem Rucksack und so sichere ich mir mein erstes Andenken an diese Wanderung.

Nach der kurzen Pause setzen wir unseren Weg fort. Immer wieder erspähen wir die hübschen Tierfiguren aus Holz inmitten der Natur. Dazu laden kleine Spitzdachhäuser zur Pause ein. Ständig verändert sich das Landschaftsbild. Mal wandern wir durch märchenhaften Wald und mal vorbei an weitläufigen Weiden, auf denen die Kühe friedlich grasen. Wir passieren gemütliche Holzliegen und genießen das traumhafte Panorama. Auch die Wege selbst sind ein Erlebnis. Oft sind es schmale, wurzelige und holprige Pfade, so wie ich es einfach liebe. Einfach möglichst naturnah.
Auf Höhe einer ehemaligen Skihütte gibt es für Riley den Sägebach zum Erfrischen. Etwas weiter oben wartet dann auch auf mich frisches Trinkwasser direkt aus der Quelle. Das kalte Wasser ist eine Wohltat. Kurz danach erreichen wir eine markante Wegmarke und Fotospot: das„Tor zum Wehratal“ sowie das Hochkopfhaus, das zur Einkehr lockt.



Mit herrlichen Ausblick führt uns der Panoramaweg wenig später mitten durch die Kuhweiden. Hinweistafeln informieren über das richtige Verhalten mit Weidevieh und vorsichtig wandern wir an den Tieren vorbei. Sie beachten uns aber kaum. An der ehemaligen Alten Buche lädt ein Rastplatz zum Verweilen ein und in einem kleinen Holzkästchen finden wir wieder einen Stempel für unser Stempelheft. Nummer 2 ist gesichert. Zur Stärkung gibts jetzt erstmal ein Stück Lebkuchen.




Nach mittlerweile einigen Höhenmetern, hoffe ich, dass es langsam mal wieder bergab geht, aber Fehlanzeige. Ein weiterer Anstieg steht uns noch bevor, doch dann markiert ein Holzportal mit einer Lebküchlerfigur den höchsten Punkt der Tour. Juhuuuu. Es wird zwar auf dem weiteren Wegstück noch ein paar kleinere Gegenanstiege geben, das meiste haben wir aber geschafft. Allerdings haben wir längst nicht alle Highlights entdeckt.
Vorbei am Rütte-Pavillon, einer Grillhütte, geht es durch idyllischen Bergwald. Dann gelangen wir an einen Wasserfall des Rüttebächles vor einer spannenden Gesteinsformation. Kurz vor der kleinen Ortschaft Rütte lockt ein liebevoll gestalteter Rastplatz zur Pause. In einer großen Truhe warten sogar die passenden Leckereien auf uns, die über eine Vertrauenskasse bezahlt werden können. Zum Kuchen gibts zwar keinen Kaffee, aber schon wenig später erfrischt uns dafür halt ein Erfrischungsgetränk am Getränkeschöpfli. Diese unerwarteten Überraschungen sind der absolute Knüller auf der Tour.


Es sind noch ein paar Schritte, dann erreichen wir die Todtmooser Wasserfälle. Aufgrund des wenigen Niederschlags in den letzten Wochen, führen sie leider nur wenig Wasser. Trotzdem ist die felsige Schlucht ein schönes Naturschauspiel. Stempel Nummer 3 finden wir hier übrigens auch.
Unser Weg führt uns nochmal über die Hauptstraße und dann in Richtung Todtmoos Strick. Die beschauliche Josefskapelle leuchtet im Sonnenschein. Dann passieren wir das Schwarzwald Resort Rößle und haben es bis zum Ausgangspunkt nicht mehr allzu weit. Den Teil der Strecke kennen wir bereits, da wir am Vorabend ja schon hier waren.

Fazit zum Lebküchlerweg
Ein Weg, tausend Überraschungen. So hat es sich hier jedenfalls angefühlt. Der Lebküchlerweg besticht auf jedem Meter mit sehenswerten Details und einer vielseitigen Naturkulisse.
Ein Nachmittag in Todtmoos
Da wir aufgrund der hohen Temperaturen frühzeitig los gewandert sind, haben wir am Nachmittag noch etwas Zeit für kleinere Unternehmungen. Zuerst gönne ich mir aber mal ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte im Café Zimmermann. Ein Sprung ins Freibad „Aqua Treff“wäre jetzt auch nicht schlecht, aber da kann Riley nicht mit. Deshalb entscheide ich mich für eine Runde Minigolf. Riley wartet am Rand der Terrasse im Schatten, während ich eine Partie gegen mich selbst spiele. Ich gebe zu, so ganz ohne Konkurrenzdruck hätte ich mir ein leichteres Spiel erwartet. Na ja, wahrscheinlich ist die Konzentrationsfähigkeit nach der Wanderung dann eben nicht mehr so groß und der Erfolg nur mäßig. 😉



Am Abend spazieren Riley und ich noch ein bisschen durch die Straßen von Todtmoos und schauen uns die mit hübschen Details verzierten Schwarzwaldhäuser an. Auf der Terrasse vom Chalet Moos trinke ich noch ein Lillet’chen und dazu gibt es noch ein Häppchen zum Abendbrot, das wirklich seeeehr lecker ist. So kann der Tag prima enden.
Das Chalet Moos wurde übrigens erst Mitte diesen Jahres von den neuen und sehr herzlichen Pächtern übernommen. Das Restaurant bewirtet überwiegend die Hausgäste. Mit Reservierung kannst du hier aber auch einkehren. Eine Übernachtung mit Hund ist ebenso möglich.


Auf dem Rückweg wird es langsam dämmrig und im Kurpark erstrahlen bereits die Lichter, die das Lichterfest am kommenden Abend ankündigen. Todtmoos hat erstaunlich viel zu bieten wie ich nach diesem Tag feststelle.
Tag 3 – Hoch hinaus zum Hochkopfturm und Scheibenfelsen
Am dritten Tag in Todtmoos heißt es leider schon wieder Abschied nehmen. Nach einem leckerem Frühstück lasse ich mir jedoch eine letzte Wanderung nicht nehmen, bevor ich die lange Heimreise antrete. Außerdem fehlt uns ja noch DAS Highlight von Todtmoos: der Hochkopfturm.
Gut, prinzipiell hätte ich den auch in den Lebküchlerweg einbauen können, aber das hätte bei den Temperaturen noch mehr Strecke bedeutet und so freue ich mich auf ein aussichtsreiches Finale.

Wanderung zum Hochkopfturm
Die Wanderung zum Hochkopfturm mit Abstieg über den Scheibenfelsen ist ähnlich wie der Lebküchlerweg und verläuft stellenweise auch über gleiche Abschnitte, insbesondere auf dem Rückweg. Dennoch hält auch dieser Weg wieder ein paar Highlights parat.
Wir starten wieder an unserem Ausgangspunkt im Herzen von Todtmoos. Wie am Vortag wandern wir erst Richtung Freibad und von hier aus auf direktem Weg zu den Todtmooser Wasserfällen. Dabei passieren wir Hintertodtmoos mit seiner bezaubernden Schwarzwaldarchitektur. Von den Wasserfällen halten wir uns bis Strick auf dem Lebküchlerweg. Von Strick geht es schnurstracks weiter bergan und die Höhenmeter scheinen kein Ende zu nehmen. Dafür werden wir aber mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Es lohnt sich zwischendurch einmal stehen zu bleiben und den Blick über die Landschaft schweifen zu lassen.

Über die sonnenbeschienene Stricker Höhe steigen wir zum bekannten Rastplatz an der Alten Buche auf. Auf der gemütlichen Himmelsliege können wir erstmal verschnaufen und für die letzten Höhenmeter tief Luft holen. Bis zum Hochkopfturm geht es jetzt nämlich steil bergauf. Immerhin wird es im Wald aber schattiger. Am frühen Morgen duftet der Wald herrlich. Die Vöglein zwitschern und kein anderer Wanderer begegnet uns. Es ist Idylle pur.
Aus dem Hochkopfbrünnele tröpfelt an heißen Sommertagen nur wenig Wasser. Für Riley reicht es aber und so darf er sich ein Schlückchen aus dem Steintrog gönnen. Das letzte Stück zum Hochkopfturm bietet wieder uriges Hochgebirgsfeeling. Der felsige Pfad steigt Stück für Stück durch den Wald an, bis dieser sich lichtet, und wir plötzlich nahezu unvermittelt vor dem bezaubernden Hochkopfturm stehen.
Der Hochkopfturm ist ein romantischer Hingucker. Na wenn hier nicht schon der ein oder andere Heiratsantrag gemacht wurde, dann weiß ich auch nicht. Die hölzerne Fassade mit dem spitzen Türmchen lädt zum Träumen ein. Was für ein hübscher Ort. Rund um den Turm gruppieren sich Picknickplätze und eine geschwungene Holzliege. Hier lässt es sich aushalten.





Den Aufstieg auf den Turm lassen Riley und ich uns natürlich nicht nehmen. Die hölzernen Stufen sind auch für Hunde kein Problem. Die Aussichtsplattform unter dem Turmdach ist nahezu winzig. Viele Personen finden hier nicht Platz. Umso stimmungsvoller ist es. Dazu liegt uns nun der ganze Schwarzwald zu Füßen und bei schönem Wetter können wir von hier aus bis zu den Alpen blicken. Wow. Ein Sattsehen ist kaum möglich. Dennoch müssen wir uns irgendwann verabschieden, da ja noch unser Heimweg ansteht.
Also klettern wir das Türmchen wieder hinab und machen uns auf den Weg Richtung Hochkopfhaus. Von hier aus folgen wir wieder dem Lebküchlerweg bis zum Scheibenfelsen. Das letzte Stück des Weges führt uns noch zur Marienstatue von Todtmoos, wo wir eine letzte Pause einlegen und das liebevoll gestaltete Areal bewundern. Zuletzt lassen wir es uns nicht nehmen, auch noch einen Blick in die Wallfahrtskirche zu werfen und eine Kerze anzuzünden. Riley muss allerdings im Vorraum der Kirche warten. Auf den letzten Metern bis zum Startpunkt wandern wir noch an den historischen Pilgerständen vorbei, in denen schon vor vielen Jahren den Pilgern Waren feilgeboten wurden.



Stempeln konnten wir auf dieser Tour übrigens auch wieder; am Wasserfall, an der Alten Buche, am Scheibenfelsen und am Hochkopfturm.
Fazit zur Wanderung
Auch wenn die Wanderung dem Lebküchlerweg ähnlich ist, so hat sie dennoch ein paar andere Highlights zu bieten. Eine abwechslungsreiche Weggestaltung, traumhafte Panoramen und nicht zuletzt den perfekten Ort für einen Heiratsantrag.
Zum Abschluss: Flammkuchen im Zimmermanns
Bevor wir die Heimreise antreten, gibt es noch einen leckeren Flammkuchen im Café Zimmermann. Außerdem nehme ich noch einen ausreichenden Lebkuchenvorrat für zuhause mit.
Wanderurlaub in Todtmoos: warum sich der Ort als Ausgangspunkt lohnt
Leider sind meine 3 Tage in Todtmoos viel zu schnell vergangen, dabei hätte ich hier noch viel mehr erkunden können. Die durchaus anspruchsvollen Wanderwege mit den liebevollen Details haben genau meinen Geschmack getroffen und für Riley gab es am Wegesrand auch oft genug Erfrischung. Die herzlichen Menschen sowie die tollen Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten und Freizeitangebote machen Todtmoos zu einem idealen Urlaubsziel im Schwarzwald.
Meine Highlights:
Direkt los wandern statt erst zum Wanderparkplatz fahren, Natur ohne großen Touristenrummel, abwechslungsreiche Touren, regionale Geschichte erleben, ein kleines aber feines Städtchen zum Bummeln, tolle Freizeit- und Veranstaltungsangebote und Hundefreundlichkeit!
Wenn du all das magst oder auch nur einen Teil davon, dann bist du in Todtmoos genau richtig.

FAQ: Häufige Fragen zu Todtmoos im Schwarzwald

Mein Fazit: 3 Tage Todtmoos im Schwarzwald
Drei Tage Todtmoos waren überraschend abwechslungsreich: Wir waren unter Tage unterwegs, sind auf dem Lebküchlerweg in die Geschichte des Ortes eingetaucht, zum Hochkopfturm gewandert und haben zwischendurch die köstliche Schwarzwälder Kirschtorte gegessen.
„Ursprünglich aktiv“ trifft Todtmoos deshalb für mich ziemlich gut. Wer den Schwarzwald gerne draußen und in Wanderschuhen erlebt, findet hier einen richtig schönen Ausgangspunkt für ein paar aktive Tage. Und nach unseren drei Tagen steht für mich fest: Rund um Todtmoos gibt es noch einiges zu erwandern.
Hast du noch Fragen zum Urlaub in Todtmoos? Dann gerne ab in die Kommentare damit. Alle Todtmoos Touren verlinke ich dir auch in meinem Tourenportal.
Bleib gesund und wanderfreudig, deine Dina
Werbehinweis: Zu dieser bezahlten Wanderreise nach Todtmoos mit Hund wurde ich von der Tourist-Information Todtmoos eingeladen. Meine Meinung hat das wie immer nicht beeinflusst. Sie ist ehrlich und authentisch und alle Empfehlungen gebe ich gerne weiter.