„Hui! Wäller? Allemol!“ schallt es durch die dichten Wälder, über die sanften Hügel und durch die malerischen Täler des Westerwalds. Eine Region, die mich mit ihren abwechslungsreichen Wanderwegen, beeindruckenden Felsformationen und spannenden Geschichten aus längst vergangenen Zeiten überrascht hat.
Drei Tage durfte ich im Rahmen des Bloggerwanderns Rheinland-Pfalz in den Westerwald eintauchen, um die abwechslungsreiche Wanderregion mit ihren landschaftlichen Besonderheiten, spannenden Zeugnissen der Erdgeschichte und außergewöhnlichen Ausflugszielen näher kennenzulernen. Dabei ging es nicht nur über wunderschöne Wanderwege, sondern auch tief unter die Erde, auf aussichtsreiche Höhen und sogar für eine Nacht hinter Klostermauern.
In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf drei abwechslungsreiche Wanderungen im Westerwald. Ich zeige dir Eindrücke des WesterwaldSteigs, des Druidensteigs sowie der Wäller Touren. Und zum Nachwandern gibt es natürlich auch die passenden GPX-Tracks dazu. Außerdem verrate ich dir, wo du im Westerwald außergewöhnlich übernachten kannst und welche Einkehrmöglichkeiten sich lohnen. Und wenn du noch mehr entdecken möchtest, findest du in meinem Beitrag Ausflugsziele im Westerwald: Bergwerke, Fossilien und spannende Naturwunder (erscheint in Kürze) zudem erlebnisreiche Ausflugsziele im Westerwald.

Wandern im Westerwald | zwischen Natur und Erdgeschichte
Auf einer Fläche von über 3000 Quadratkilometern bietet der Westerwald ein weit verzweigtes Netz an Wanderwegen. Große Teile der Region gehören zum GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus. Hier wird die Erdgeschichte auf besondere Weise deutlich. Über Jahrhunderte haben nämlich der Abbau von Schiefer und Erzen sowie die Gewinnung von Basalt die Landschaft und das Leben der Menschen geprägt. Beim Wandern entdecken wir deshalb immer wieder spannende Bergwerke und Steinbrüche, die wie geheimnisvolle Lost Places im Westerwald wirken. Eine spannende Kombination, die jede Wanderung zu einem kleinen Abenteuer macht. Los geht’s!
Unsere 3 Wanderungen im Westerwald
Es ist Freitagvormittag und das Bloggerwandern Rheinland-Pfalz 2026 kann beginnen. Wie immer erwartet uns ein abwechslungsreich gestaltetes Programm, das uns die unterschiedlichen Facetten des Westerwalds zeigen soll. An diesem Wochenende dreht sich alles rund um den WesterwaldSteig, den Druidensteig (Deutschlands schönster Wanderweg 2026 unter den Mehrtagestouren) und die Rundwanderwege, die sogenannten Wäller-Touren.
Für unseren ersten Tag ist eine Kombination aus Etappe 9 des WesterwaldSteigs (Hachenburg – Limbach) und Etappe 7 des Druidensteigs (Hachenburg – Grube Bindweide) geplant. Am zweiten Tag setzen wir die Etappe 7 des Druidensteigs fort und schauen uns dabei gleich noch einen Teil der Wäller Tour Bachgeflüster an, die erst dieses Jahr neu eröffnet wurde. Der letzte Tag entführt uns auf eine Variante der Rundtour Kleine Wäller Wolfsteine. Und auch dazwischen fehlt es nicht an Highlights, denn der Westerwald wird sich als äußerst vielfältig entpuppen. Und für alle, die nach den drei gleich im Detail folgenden Appetithäppchen Lust auf mehr verspüren, gibt es hier gleich die Infos für reichlich zusätzliche Wanderkilometer. 😉
Die beschriebenen Wanderungen sind unsere tatsächlich gelaufenen Strecken und Varianten. Sie entsprechen nicht durchgehend den vollständigen offiziellen Etappen.
| WesterwaldSteig | Druidensteig | Wäller-Touren |
|---|---|---|
| Länge: 235 km Etappen: 16 Etappen Start: Herborn Ziel: Bad Hönningen/Rheinbrohl | Länge: 94 km Etappen: 7 Etappen Start: Freusburg Ziel: Hachenburg | Wäller Touren: 7 – 23 km Charakter: Rundwanderwege Kleine Wäller Touren: 3 – 8 km Charakter: Spazierwanderwege (Rundtouren) |
Wanderung 1: Von Hachenburg zur Abtei Marienstatt
Voller Vorfreude, endlich die Wanderschuhe zu schnüren, stehen wir in der märchenhaften Altstadt von Hachenburg. Die bezaubernde Kleinstadt ist das offizielle Ziel des Druidensteigs. Wir wandern heute jedoch in der Gegenrichtung. Vorher bestaunen wir allerdings die bezaubernde Fachwerkarchitektur rund um den Marktplatz.
Ich habe schon viele Fachwerkstädte gesehen, aber jede ist für sich einfach einmalig und besticht mit eigentümlichen Details. Hier ist es zum Beispiel das historische Fachwerkhaus Roetig mit seiner außergewöhnlichen Pendeluhr, die in einem Fenster schwingt. Sie stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert und gilt mit ihrer freischwingenden Konstruktion als weltweit einmalig. Das Haus erinnert an die traditionsreiche Uhrmacherfamilie Roetig, die weit über den Westerwald hinaus bekannt war.




In der Mitte des Marktplatzes glänzt der goldene Löwe auf dem historischen Brunnen. Er ist das Wappentier der Grafen von Sayn und Wahrzeichen Hachenburgs. Bunte Fassaden gruppieren sich um den Platz. Die hübsche Innenstadt mit den verträumt wirkenden Gassen lädt zum Bummeln ein. Wir schlendern am Schloss Hachenburg vorbei und erreichen den Burggarten. Hier finden wir nicht nur das Museumsdorf des Landschaftsmuseums Westerwald mit dem Geoinformationszentrum, sondern auch ein ganz besonderes Highlight: eine Klanginstallation, die die Ultraschallrufe der Fledermäuse in Echtzeit hörbar macht. Schade, dass es noch so hell ist. Am Abend wird es hier bestimmt sehr stimmungsvoll.

Wenig später lassen wir die letzten Häuser Hachenburgs hinter uns und tauchen in die herrliche Westerwälder Natur ein. Wir durchstreifen Wiesen, beobachten die spielenden Kälbchen und genießen das Rauschen der Großen Nister, die sich idyllisch durch die Landschaft zieht. Dabei wird geplaudert und hin und wieder ein Päuschen eingelegt. Nicht zuletzt aufgrund eines vorbeiziehenden Gewitters. Da kommt die Kapelle am Friedhof in Nister wie gerufen.

Die rund 6,8 Kilometer vergehen wie im Fluge und wir erreichen die Zisterzienserabtei Marienstatt. In dem altehrwürdigen Gebäude verbringen wir die Nacht. Vorher dürfen wir aber noch an der Vesper, dem feierlichen liturgischen Abendgebet der Mönche, teilnehmen. Eine wirklich entspannende Zeremonie in der wunderschönen Basilika.



Für das Abendessen ist anschließend im Brauhaus Marienstatt gesorgt. Und, wie könnte es anders sein, bekommen wir hier auch noch eine kleine Brauereiführung. Und so endet der Tag entspannt, satt und glücklich.
Wanderung 2: Von Marienstatt über die Hohe Ley zur Grube Bindweide
Nach einem leckeren Frühstück in der Abtei und einer Führung durch das eindrucksvolle Gebäude setzen wir unsere Wanderung auf dem Druidensteig fort. Wir sind immer noch auf der Etappe 7 und unser heutiges Ziel ist die Grube Bindweide, ein ehemaliges Erzbergwerk. Gleichzeitig erkunden wir auch wieder etwas WesterwaldSteig und einen Teil der Rundwanderung Wäller Tour Bachgeflüster. Dabei hält der Tag viele Überraschungen und Abenteuer für uns bereit.

Von der Abtei führen uns die Wanderwege direkt ins Grüne. Am Morgen zwitschern die Vögel, während uns die frische Waldluft einhüllt. Um uns herum breitet sich eine dichte Vegetation aus. Der Ginster ist leider schon verblüht, aber in Gedanken stelle ich mir vor, wie die Natur in leuchtendem Gelb erstrahlt. Ich bin einfach ein totaler Ginsterfan. 😉 Durch das lauschige Nistertal verläuft der Weg zunächst genüsslich durch den Wald. Doch nachdem wir das plätschernde Gewässer zum zweiten Mal überquert haben, erwartet uns ein knackiger Anstieg.



Die vielen Stufen haben es in sich und Meter für Meter geht es empor. Plötzlich stehen wir mitten im Wald vor dem Eingang zum ehemaligen Dachschieferbergwerk Assberg. Es wirkt wie ein Lost Place im Westerwald und ist frei zugänglich. Kalte Luft strömt aus der kleinen, vorgelagerten Hütte hervor. Wir blicken in das stockfinstere Innere und treten langsam näher. Wäre ich alleine hier im Wald, wäre es mir schon etwas unheimlich. Eine automatische Beleuchtungsanlage beleuchtet aber bald den Eingang. Dann geht es über zahlreiche Stufen 20 Meter tief unter die Erde.
Die Spuren der von Hand ausgeschlagenen Grube sind auch nach 400 Jahren noch sichtbar. Unvorstellbar, wie die Menschen hier zwischen 1600 und 1650 malocht haben müssen. Schon damals gehörte das Bergwerk zum Kloster Marienstatt. Vermutlich wurde es auch als sakraler Raum und Versteck genutzt. Ein beeindruckender Ort.



Nach der Besichtigung führt uns der Druidensteig schnell dem nächsten Highlight entgegen, der Hohen Ley. Von dem steil abfallenden Felsen (Vorsicht beim Betreten) haben wir ein wunderschönes Panorama ins Nistertal.

In Richtung Limbach begleitet uns entlang eines urigen Pfädchens die Kleine Nister. Wir wandern am Ortsrand vorbei, wo hübsche Picknickplätze auf uns warten. Wenig später begleitet uns der Lehmbach durch herrliche Streuobstwiesen. Die reifen Früchte verströmen einen süßen Duft. Dann passieren wir den Ort Malberg und steuern erneut einem Höhepunkt entgegen, dem Barbaraturm.
Der 22 Meter hohe Barbaraturm auf der Steineberger Höhe hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Ursprünglich stand das Fördergerüst im Harz, wo es seit 1941 zum Erzbergwerk Bad Grund gehörte. Nach der Stilllegung wurde es 1999 abgebaut und vor der Verschrottung gerettet. Seit 2014 hat der Turm im Westerwald eine neue Heimat gefunden. Heute führen 96 Stufen hinauf zur Aussichtsplattform in rund 20 Metern Höhe. Von dort genießen wir einen herrlichen Panoramablick über den Westerwald bis zum Hachenburger Schloss und bei guter Sicht sogar bis zum Siebengebirge.



Gleich daneben lädt das Restaurant malBERGBLICK zur verdienten Einkehr ein. Perfekt fürs Mittagessen, das in der lustigen Bloggergesellschaft gleich doppelt so gut schmeckt. 😉 Gut gestärkt machen wir uns anschließend wieder auf den Weg. Bis zum Etappenziel ist es gar nicht mehr so weit und glücklicherweise geht es mit vollem Bauch nur noch bergab. In Steinebach erreichen wir schließlich die Grube Bindweide. Hier endet zwar unsere heutige Wanderung, aber nicht unser Erlebnisprogramm. Das geht nämlich mit einer Erkundungsfahrt ins Bergwerk und einem Besuch in der Schmiede nebenan weiter. Mehr dazu findest du in meinem Artikel Ausflugsziele im Westerwald: Bergwerke, Fossilien und spannende Naturwunder (coming soon).

Zum Schluss werden wir mit einem Shuttle zu unserer nächsten Unterkunft, dem Wildparkhotel, in Bad Marienberg gefahren. Von da geht es dann am dritten Tag zur letzten Tour los.
Wanderung 3: Kleiner Wäller Wolfsteine bei Bad Marienberg
Am dritten Tag des Bloggerwanderns Rheinland-Pfalz steht der Kleine Wäller Wolfsteine auf dem Programm. Praktisch, denn auch diese Tour können wir direkt wieder an unserer Unterkunft, dem Wildparkhotel, starten. Also geht es nach einem Frühstück mit großer Auswahl nochmal zum Kalorienverbrennen auf Tour. Dabei gibt es auch heute wieder spannende Einblicke in die Geologie des Westerwalds.

Vom Wildparkhotel verläuft der Kleine Wäller Wolfsteine, wie könnte es auch anders sein, erstmal am Wildpark vorbei. Neugierig beäugen uns flauschige Schafe, Ziegen und Alpakas. Wir passieren den Hochseilgarten, der heute leider nicht Programmbestandteil ist. Wenig später laden aber Fitnessstationen am Wegesrand zu einer Klettereinlage ein.

Bis zum Kleinen Wolfstein ist es nicht allzu weit und die nächsten Fotos landen im Kasten. Auf gemütlichen Wanderwegen geht es anschließend zum Großen Wolfstein und es wird fleißig fürs „Gipfelfoto“ gekraxelt. Ob es sich bei den Steinen einst um eine keltische Kultstätte gehandelt hat, ist ungewiss. Es kursiert aber folgende Sage, nach der die Steine hier gelandet sein sollen:
Der Teufel wollte einst eine Treppe bis in den Himmel bauen. Dafür transportierte er mächtige Basaltsteine von Kirburg in Richtung Marienberg. Doch unterwegs riss der Strick, mit dem er seine Last zusammengebunden hatte, und die Steine stürzten zu Boden. So soll der gewaltige Steinhaufen entstanden sein, den wir heute hier entdecken können.


Von den eindrucksvollen und sagenumwobenen Wolfsteinen wandern wir vorbei an der Wacholderheide nach Bad Marienberg. Hier wandern wir am Ortsrand entlang zu einem ehemaligen Basaltsteinbruch, der heute ein frei zugänglicher Basaltpark ist und spannende Einblicke in den Basaltabbau der Region gibt. Im Zentrum des Areals glitzert ein mystischer See. Ringsherum lassen sich Spuren aus der aktiven Zeit des Steinbruchs erkennen.



Nach einer Rast und vielen Fotos geht es zurück bergauf in Richtung Wildparkhotel. Hier steigen wir noch auf den Hedwigturm hinauf, genießen das atemberaubende Panorama und kehren zum Abschluss in der STEIG-Alm ein.


Und so endet wieder ein grandioses Wochenende beim Bloggerwandern Rheinland-Pfalz im Westerwald. Mit zahlreichen Eindrücken, spannenden Informationen und einem tollen Austausch unter vielen Gleichgesinnten.
Besondere Übernachtungen im Westerwald
Übernachten in der Zisterzienserabtei Marienstatt
Die Abtei Marienstatt ist eine nicht alltägliche, sondern wohl eher außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeit im Westerwald. Wer Ruhe und Einfachheit abseits vom Trubel sucht, findet hier einen wirklich entschleunigenden Ort. Hinter den dicken Klostermauern träumt es sich ganz wunderbar. Zur Übernachtung gibt es auch ein sehr leckeres Frühstück am Morgen. Sehr praktisch: Die Wanderwege beginnen und enden direkt an der Abtei.
Wir hatten während unseres Aufenthalts das Glück, eine Führung durch die Abtei zu bekommen. Dabei durften wir auch einen Blick in die eindrucksvolle Bibliothek werfen. Wenn du Interesse an einer solchen Besichtigung hast, findest du hier die Veranstaltungstermine. Es lohnt sich.

Wildparkhotel Bad Marienberg
Eine weitere außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeit im Westerwald ist das Wildparkhotel in Bad Marienberg. Naturgemäß ist hier mehr los als im Kloster, dafür sorgt aber ein schöner Wellnessbereich mit Sauna, Innen- und Außenpool für erholsame Momente. Im Drehrestaurant lässt es sich mit Panoramablick wunderbar essen und für den gemütlichen Ausklang am Abend gibt es eine Bar.
Der WesterwaldSteig, der Kleine Wäller Wolfsteine und andere Wanderwege starten direkt vor der Hoteltür. Somit ist das Hotel für Wanderer idealer Ausgangspunkt. Nach unserer Wanderung konnte ich hier jedenfalls bestens abschalten und mich für den letzten Tag des Bloggerwanderns ausruhen … auch wenn die Zeit zwischen Einschlafen und Aufwachen relativ kurz war. 😉



Einkehrtipps im Westerwald
Brauhaus Marienstatt
Das Marienstatter Brauhaus liegt direkt am WesterwaldSteig, am Druidensteig sowie am Start- und Zielpunkt der Wäller Tour Bachgeflüster. Somit ist es ideal für einen Zwischenstopp. Neben dem selbstgebrauten Klosterbier gibt es regionale Küche. Bei schönem Wetter kannst du herrlich draußen im Biergarten sitzen. Die Einkehr lockt mittwochs bis sonntags.

malBERGBLICK
Das malBERGBLICK liegt direkt am Druidensteig und neben dem Barbaraturm bei Malberg. Besser kann eine Einkehr beim Wandern im Westerwald nicht gelegen sein. Von Donnerstag bis Montag gibt es neben Kaffee, Kuchen und Snacks auch herzhafte und regionale Speisen.

STEIG-Alm
Alpenfeeling im Westerwald, das gibt es auf der STEIG-Alm. Und natürlich liegt sie direkt am WesterwaldSteig und dem Kleinen Wäller Wolfsteine, so dass sie unterwegs eine prima Einkehr ist. Ob im gemütlichen Biergarten oder im behaglichen Inneren, hier gibt es erfrischende oder wärmende Getränke und sehr leckeres Essen.

Praktische Tipps für einen Wanderurlaub im Westerwald
Anreise: Der Westerwald ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Ein möglicher Ausgangspunkt ist Montabaur mit seinem ICE-Bahnhof. Von dort lassen sich weitere Orte in der Region mit Regionalverkehrsmitteln erreichen. Da viele Wanderungen nicht direkt an einem Bahnhof beginnen, solltest du die Verbindungen vorab prüfen.
Wanderwege und Beschilderung: Mit dem WesterwaldSteig und dem Druidensteig führen gleich zwei bekannte Fernwanderwege durch die Region. Dazu kommen die Wäller Touren und die kürzeren Kleinen Wäller als Rundwanderwege. Die Strecken lassen sich teilweise miteinander kombinieren. Für die Orientierung empfehle ich dir trotzdem, die GPX-Tracks herunterzuladen.
Schwierigkeit und Wegbeschaffenheit: Die Wanderwege im Westerwald sind abwechslungsreicher, als du vielleicht denkst. Neben gemütlichen Waldwegen erwarten dich schmale Pfade, felsige Abschnitte und teilweise steilere An- und Abstiege. Besonders bei Nässe können Wurzeln und Steine rutschig werden. Festes Schuhwerk ist deshalb empfehlenswert.
Einkehr und Verpflegung: Entlang der Wanderwege gibt es verschiedene Einkehrmöglichkeiten, beispielsweise das Marienstatter Brauhaus, das Restaurant malBERGBLICK oder die STEIG-Alm in Bad Marienberg. Da nicht auf jeder Strecke eine Einkehr möglich ist, solltest du ausreichend Getränke und Proviant mitnehmen und die Öffnungszeiten vorher prüfen.
Wandern mit Hund: Viele Wanderwege im Westerwald eignen sich grundsätzlich auch für Wanderungen mit Hund. Allerdings solltest du insbesondere bei felsigen Abschnitten, steilen Abstiegen und Besichtigungen von Bergwerken vorher prüfen, ob die Strecke beziehungsweise das Ausflugsziel für deinen Vierbeiner geeignet ist. Auch die Mitnahme von Hunden in Unterkünften solltest du vor der Buchung klären.
Mein Tipp: Verbinde deine Wanderungen unbedingt mit einem der spannenden Ausflugsziele zur Erdgeschichte des Westerwalds. Gerade die ehemaligen Bergwerke und Steinbrüche machen die Region besonders interessant. Einige Besichtigungen sind allerdings nur im Rahmen von Führungen möglich. Informiere dich deshalb rechtzeitig über die Besuchszeiten.

Häufige Fragen zum Wandern im Westerwald

Fazit zum Wandern im Westerwald
Drei Tage Wandern im Westerwald und ich muss sagen, dass mich die Region mit ihrer Vielfalt wirklich überrascht hat. Besonders interessant fand ich die Kombination aus abwechslungsreichen Wanderwegen, wunderschönen Landschaften und den vielen Spuren der Erdgeschichte, die uns unterwegs immer wieder begegnet sind. Wo sonst kann man bei einer Wanderung ehemalige Bergwerke erkunden, auf einen alten Förderturm steigen und zwischendurch durch idyllische Bachtäler und über felsige Pfade wandern?
Mit dem WesterwaldSteig, dem Druidensteig und den zahlreichen Wäller Touren gibt es außerdem noch jede Menge weitere Wanderwege zu entdecken. Unsere drei Tage haben gerade einmal einen kleinen Einblick in die Region gegeben und definitiv Lust auf mehr gemacht.
Für mich steht jedenfalls fest, dass der Westerwald als Wanderregion viel mehr Aufmerksamkeit verdient. Und vielleicht komme ich beim nächsten Mal sogar mit Holly und Riley zurück, um noch ein paar weitere Wege zu erkunden. 🙂
Fragen zu den Wanderungen und zum Westerwald gerne in die Kommentare.
Bleib gesund und wanderfreudig, deine Dina
Werbung | Pressereise: Die Reise fand im Rahmen des Bloggerwanderns Rheinland-Pfalz auf Einladung der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH und des Westerwald Touristik-Service statt. Die Kosten für das Programm, die Übernachtungen und die Verpflegung wurden übernommen. Meine persönlichen Eindrücke und Empfehlungen bleiben davon unbeeinflusst.
Zuletzt vor Ort: 28.08.-30.08.2026
Autorin: Dina Knorr | Bloggerin, Autorin & zertifizierte DWV-Wanderführerin®

Alle Wanderungen im Westerwald sind auch in meinem Tourenportal und auf meiner Wanderkarte verlinkt.