Genüsslich schlängelt sich die Mosel zwischen steil aufragenden Weinbergen und bewaldeten Hängen durch das Tal. Das Wasser schimmert tief grün und strahlt eine ungeheure Ruhe aus. Alte Burgen und Ruinen historischer Gebäude thronen auf imposanten Bergspornen. Märchenhafte Orte kuscheln sich an die Ufer und sorgen für eine verträumte Atmosphäre. Mitten durch dieses charmante Ambiente verläuft der Moselsteig von Perl bis Koblenz und zeigt die wunderbare Vielfalt der Region.
Ende Mai waren wir eine Woche an der Mosel und haben bei schönsten Sommerwetter ein paar ausgewählte Etappen des Moselsteigs sowie zwei der Moselsteig Rundwanderwege, die sogenannten Seitensprünge, erkundet. Heute berichte ich dir davon, wie es uns gefallen hat und wie der Moselsteig mit Hund zu bewältigen ist. Dazu gibt es viele nützliche Informationen zur Region und praktische Tipps.

- Fünf Tage Wandern auf dem Moselsteig rund um Wolf
- Moselsteig Seitensprung Kluckertspfad
- Die Moselsteig Seitensprünge und Traumpfade
- Der Moselsteig zwischen Bernkastel-Kues und Reil
- Moselsteig Etappe 13 Traben-Trarbach nach Reil
- Moselsteig Etappe 12 von Wolf nach Ürzig
- Moselsteig Etappe 11 von Zeltingen-Rachtig nach Bernkastel-Kues
- Der Moselsteig
- Moselsteig Seitensprung Borjer Ortsbachpädche
- Campingtipp: Mosel Camping Wolf
- FAQ: Häufige Fragen zum Moselsteig mit Hund
- Unser Fazit zum Moselsteig mit Hund
Fünf Tage Wandern auf dem Moselsteig rund um Wolf
Es ist Pfingstmontag und die Sonne lacht von einem strahlend blauen Himmel, als wir uns am frühen Morgen mit dem Wohnmobil auf den Weg machen. Vom Ruhrgebiet erreichen wir die Mosel in weniger als drei Stunden und kommen pünktlich zum Early CheckIn an unserem Campingplatz in Wolf an. Nachdem wir uns auf unserem Stellplatz eingerichtet haben, werden die Wanderschuhe geschnürt. Dann gehts auch schon los mit der ersten Wanderung auf dem Moselsteig Seitensprung Kluckertspfad. Die Tour ist ideal zum ankommen und eingewöhnen.
Moselsteig Seitensprung Kluckertspfad
Der offizielle Startpunkt des Kluckertspfads befindet sich am Wanderparkplatz in Kinheim-Kindel. Wir starten allerdings am Campingplatz in Wolf und kehren zusätzlich in Lösnich ein, was uns insgesamt eine Strecke von 17,6 Kilometern beschert. Den GPS-Track dazu findest du nach der Tourenbeschreibung, das Original im Infokasten Tourdetails.

Vom Campingplatz führt uns die Wanderung zunächst kurz durch Wolf und dann direkt bergan in die Weinberge. Dabei genießen wir die ersten Panoramablicke auf die Moselschleife. Über einen lauschigen Pfad erreichen wir den Einstieg zum Seitensprung Kluckertspfad, dessen Beschilderung wir im Uhrzeigersinn folgen.


Die blühenden Wiesen am Wegesrand sind ein wahrer Hingucker. Überall summen die Bienen und Schmetterlinge flattern im Sonnenschein. Ein wahres Naturparadies bereitet sich vor uns aus. Nach dem Aufstieg von Wolf wandern wir ein Stück bergab und tauchen später in das urige Tal entlang des Kluckerter Bachs ein. Einst standen hier zahlreiche römische Mühlen. Schattiger Wald hüllt uns ein und bietet eine angenehme Kühle an heißen Tagen. Der Bach fließt ein ganzes Stück unterhalb des Weges und versteckt sich weitestgehend vor unseren Augen. Doch schließlich finden wir einen Zugang zum Wasser und können uns die Füße und Pfoten erfrischen.
Nach einer ganzen Weile schwenkt der Weg nachts rechts und wir verlassen das idyllische Bachtal. Die Natur zeigt sich dabei immer wieder von anderer Schönheit. Mal wandern wir auf breiteren Waldwegen, mal auf urtümlichen und schmalen Pfaden. Wir passieren zauberhafte Bergwiesen, staunen über die Schieferfelsen, die hier und da aus dem Hang aufblitzen und entdecken alte Mauern und Treppen zu längst vergessenen Weinbergen. Hier hat sich die Natur ihre Welt zurückerobert.


Recht abrupt zweigt schließlich ein kaum sichtbarer Pfad nach links ab. Wir müssen zwei mal hinsehen, ob es hier wirklich weiter geht. Vorsichtig wandern wir den Steig hinab und erreichen oberhalb von Kindel einen Abzweig. Der Kluckertspfad biegt hier nach rechts ab. Unser nächstes Ziel ist allerdings eine Einkehr in Lösnich, wo auf dem Weingut Kiebel der Lösnicher Weinfrühling“ das Wein- und Höfefest stattfindet.


Im Weingarten des Winzers warten schon die Liegestühle auf uns und wir lassen uns Wein, Wasser und ein paar Moselschmankerln schmecken, bevor wir zum Kluckertspfad zurückkehren. Gleich nach dem Abzweig passieren wir die Relikte einer früheren römischen Villa. Dann wird es wieder waldreich. Der Weg führt erst an einer Grillhütte mit mehreren Picknickplätzen vorbei und später noch an einer kleinen Schutzhütte. Über eine Holzbrücke queren wir einen Bach und erkennen einen etwas tiefer im Wald gelegenen Wasserfall. Bevor wir die Klosterruine von Wolf erreichen, lädt eine Aussichtsplattform dazu ein, den Blick über das Kluckertsbachtal schweifen zu lassen.
Das finale Highlight, die Ruine, erreichen wir etwas später über ein alpin anmutendes Pfädchen. Imposant thront das alte Gemäuer auf dem Bergsporn und wir genießen von hier aus einen sagenhaften Ausblick auf die Mosel. Etwas versteckt hinter der Ruine, wartet noch ein weiterer Aussichtspunkt mit Rastplatz.


Zu guter letzt steigen wir wieder nach Wolf ab und lassen den Abend im Landhaus am Ufer ausklingen. Nach knapp 18 Kilometern haben wir uns das leckere Essen verdient, bevor wir es uns auf dem Campingplatz gemütlich machen.
Fazit zum Kluckertspfad
Der Kluckertspfad ist eine schöne, waldreiche Runde, die auch an wärmeren Tagen gut mit Hund machbar ist. Am Wegesrand warten zahlreiche Highlights, eine vielseitige Natur und tolle Aussichten. Beachte, wenn du unsere Strecke nachwanderst, dass die Zu- und Abstiege von und nach Wolf und Lösnich asphaltiert sind und es hier heiß unter den Pfötchen werden kann, wenn die Sonne scheint.
Die Moselsteig Seitensprünge und Traumpfade
Region: Rheinland-Pfalz & Saarland
Art der Wege: Rundwanderwege
Anzahl: 36
Kürzeste Tour: Traumpfädchen Moseltraum 3,4 km
Längste Tour: Moselsteig Seitensprung Cochemer Ritterrunde 20,1 km
Ideal für: Spaziergänge, Halbtages- oder Tagestouren
Beste Reisezeit: ganzjährig wanderbar
Geeignet für Hunde: Ja. Strecke je nach Kondition, Wetter und Jahreszeit auswählen.
Besonders schön: Von kurz bis lang, von leicht bis schwer – für jeden Anspruch ist eine Wanderung dabei.
Der Moselsteig zwischen Bernkastel-Kues und Reil
Nach einem ausgiebigen Frühstück vor dem Wohnmobil mit frischen Brötchen aus dem Camperkiosk und köstlicher Weinbergspfirsichmarmelade, steht an unserem zweiten Tag, der Moselsteig auf dem Programm. Insgesamt haben wir in den kommenden drei Tagen, drei Etappen geplant und wollen dabei die Strecke von Reil bis Bernkastel-Kues zurücklegen. Das sind die Etappen 13, 12 und 11 – in genau dieser Reihenfolge.
Von unserem Ausgangspunkt in Wolf können wir die einzelnen Einstiegspunkte gut mit den regionalen Buslinien erreichen. Die Fahrt mit dem Bus ist in der Mollie Guestcard, die wir vom Campingplatz bekommen haben, kostenlos enthalten. Holly und Riley dürfen natürlich auch mitfahren.
Und so lassen wir uns erstmal mit dem Bus bis Traben-Trabach bringen, wo wir unseren Starpunkt schnell gefunden haben.
Moselsteig Etappe 13 Traben-Trarbach nach Reil
Die Etappe 13 ist mit Sicherheit eine der anspruchsvollsten Etappen am Moselsteig. Gleich zu Beginn geht es bereits steil den Berg hinauf und auch im folgenden begeistern immer wieder alpine Pfade bis Enkrich. Zwischen Enkirch und Reil verläuft die Etappe dann durch weitläufige Weinberge mit wunderschönen Aussichten und viel Sonnenschein.

In Traben-Trabach geht es dann auch schnurstracks den Berg hinauf zur Ruine der Grevenburg. Der schmale Zick-Zack-Pfad windet sich in unendlichen Kehren und über viele Treppenstufen aufwärts. Doch die Belohnung entschädigt für den mühevollen Aufstieg. Die Einkehr hat am frühen Morgen zwar noch geschlossen, der Ausblick ins Moseltal und auf Traben-Trarbach aber ist ein Traum.



Gleich hinter der Burgruine führt der Franzosensteig steil bergan. Ein Hinweisschild kündigt an, dass dieser Weg nur für geübte Wanderer geeignet ist. Erst windet sich eine Metallgittertreppe hinauf, dann geht es über eine metallene Brückenkonstruktion, ehe ein schmaler Steig knapp am Hang entlang verläuft. Für die Hundepfötchen ist diese Variante eher unpraktisch. Der abenteuerliche Weg lässt sich aber bestens umgehen und so wandern wir noch ein Stückchen höher.


Anschließend wird es waldreich und der Weg nimmt einen etwas entspannteren Verlauf im Auf und Ab. Unterwegs laden Rastplätze zur Pause ein. In Starkenburg wandern wir durch den Ort und entdecken einen besonders liebevoll gedeckten Picknicktisch. Vom Verzehr der dargereichten Produkte wird jedoch dringend abgeraten.


Bis Enkirch nimmt der Moselsteig einen herrlich alpinen Charakter an. Immer wieder wandern wir auf urigen Pfaden, klettern über Felsen, die sich von der Sonne schon ordentlich aufgeheizt haben, und genießen sagenhafte Panoramablicke über die Mosel.
Es gibt so viele Orte zum Verweilen, dass wir viel Zeit brauchen, um sie alle auszukosten. Der Lui Landeplatz, die bezaubernde Schutzhütte zu Enkirch, die Winzerkapelle Enkirch, immer wieder gibt es etwas zum Entdecken. Wer mag, kann sogar ein Lied anstimmen, denn am parallel verlaufenden Wanderweg der Lieder, laden immer wieder Liedtexte zum Mitsingen ein. Schließlich steigen wir nach Enkirch selbst ab und durchqueren den hübschen Ort und bewundern die romantische Kulisse.


Da es sehr heiß ist, entscheiden wir, dass der Mann mit den Hunden die Etappe hier beendet und ich den Rest der Strecke bis Reil alleine fortsetze. Es geht nun überwiegend im prallen Sonnenschein durch die Weinberge, was Holly und Riley nicht mehr zuzumuten ist.
Für mich sind allerdings noch ein paar Höhenmeter drin. Von Enkirch verläuft der Moselsteig nämlich erstmal wieder bergauf in die Weinberge. Zwei Mal führt der Weg sogar richtig steil und quer den Weinberg hinauf, bevor es mit mäßigen Steigungen weiter geht. Dabei genieße ich die ganze Zeit über einen sagenhaften Moselblick. Auch hier laden immer auf’s Neue heimelige Rastplätze zur Pause ein. Ich entdecke noch eine kleine Kapelle und wandere auf Reil zu. Zuletzt mache ich mich durch die Reiler Goldlay an den Abstieg und erreiche das Tagesziel.



In Reil gönne ich mir im Reiler Hof eine Waffel mit Erdbeeren und Vanilleeis, dazu ein Gläschen Wein, wie könnt es an der Mosel anders sein?! Dann geht es mit dem Bus zurück nach Wolf.
Fazit zu Etappe 13 des Moselsteigs mit Hund
Eine Burgruine, alpine Pfade, urgemütliche Rastplätze und kleine Highlights am Wegesrand, machen die Etappe 13 zu einer der schönsten Etappen des Moselsteigs. Mein Tipp für Wanderer mit Hund: im Sommer vor dem Frühstück starten. Es kann sehr heiß werden. Etappe ggf. verkürzen und nur bis Enkirch wandern oder in umgekehrter Richtung, dann ist der sonnigste Abschnitt am Anfang.

Moselsteig Etappe 12 von Wolf nach Ürzig
Die Etappe 12 des Moselsteigs verläuft über 15,1 Kilometer von Ürzig über Wolf nach Traben-Trabach. Nun, wo wir schon in Wolf sind, planen wir etwas um und starten am nächsten Tag direkt am Campingplatz. Von hier aus machen wir uns auf den Weg nach Ürzig; wandern also in umgekehrter Richtung. In Anbetracht der angesagten Hitze haben wir unsere Wanderschuhe bereits um 6 Uhr am Morgen geschnürt und es geht los. Die Tourdetails spiegeln die Originalroute wieder; unsere Strecke findest du nach der Wegbeschreibung, ebenso einen aktuell wichtigen Hinweis.

Es ist noch ruhig auf dem Campingplatz, als wir uns so früh auf den Weg machen. Geplant ist es, den Zustieg zum Moselsteig über den Zipammer Weg durch die Weinberge zu nehmen. Der schmale Pfad soll uns schnell auf die Anhöhe bringen. Doch leider nicht an diesem Tag, denn als wir am Einstieg ankommen, ist der Weg wegen Steinschlags gesperrt. Also wandern wir zunächst auf dem Fuß- und Radweg bis Kröv; gut, dass hier morgens um 6 noch nichts los ist. Erst in Kröv finden wir den nächsten Einstieg zum Moselsteig durch die Weinberge.



Das bringt uns allerdings einige Zusatzkilometer, denn wir möchten die verpassten Highlights ja nicht auslassen. Über eine der namenstechnisch wohl coolsten Weinbergsbezeichnungen, den Kröver Nacktarsch, dessen Hollywood Schriftzug wir schon die ganze Zeit vom Campingplatz bewundert haben, wandern wir deshalb bergan und zurück in Richtung Wolf. Dort treffen wir, nachdem wir bereits 6 Kilometer auf der Uhr haben, auf unseren Einstiegspunkt. Von hier oben haben wir die schönste Aussicht auf die Moselschleife, die sich eng um Wolf legt.
Wir steigen noch etwas weiter bergan und wandern schließlich wieder in die Gegenrichtung nach Kröv. In der Bergkapelle lasse ich es mir nicht nehmen, ein Lichtlein anzuzünden. Dann legen wir wenige Meter oberhalb am Bilderrahmen und auf dem Riesenliegestuhl unsere Frühstückspause ein. Bei diesem Ausblick ist der mühevolle Beginn der Tour schnell vergessen.


Gut gestärkt setzen wir den Weg fort. Schattige Wälder und kleine Bäche begleiten uns des Weges. Für Holly und Riley perfekt an diesem Tag. Dann, in einem besonders dschungelartigen Taleinschnitt, queren plötzlich junge Wildschweine unseren Weg und asten durchs Gebälk. Erst zwei, dann folgen weitere vier. Wer sich mehr erschreckt hat? Die Frage bleibt offen. Wir sind auf jeden Fall froh, dass die Wildschweineltern offensichtlich weiter geschlafen haben.
Da sind mir die bunten Mauereidechsen, von denen uns heute noch viele über den Weg flitzen, lieber. An einem Rastplatz entdecken wir uns seltsam erscheinende Wasserhähne. Ob es sich hier um eine offizielle Zapfstelle handelt, erschließt sich uns nicht. Wasser kommt jedenfalls hinaus.
Im Folgenden wird es aussichtsreich und wir können Ürzig bereits erkennen. Der Moselsteig verläuft durch die Weinberge, oberhalb des berühmten Erdener Treppchens und bietet unvergleichliche Aussichten. Ein besonderer Hingucker ist die Hochmoselbrücke. In schwindelerregender Höhe überspannt sie das Moseltal. Von der Burgberghütte haben wir eine wunderbare Aussicht. Bald darauf machen wir uns an den Abstieg nach Ürzig, wo wir schon vor dem Mittag ankommen. Der Moselpavillon öffnet frühzeitig und wir nehmen ein zweites Frühstück ein.



Dann entscheiden wir uns, gemütlich mit dem Schiff zurück zu fahren, denn der Anleger befindet sich direkt am Campingplatz. Unterwegs erzählt der Kapitän Wissenswertes über die Landschaft und die Region. So findet der Wandertag einen entspannten Abschluss.
Fazit zur Moselsteigetappe 12 mit Hund
Viel Schatten und urige Wälder machen diese Etappe auch an Sommertagen zu einem tollen Wandererlebnis mit Hund. Nichtsdestotrotz empfiehlt sich auch hier ein frühzeitiger Start. Solange der Zustieg zum Moselsteig von Wolf noch gesperrt ist, macht es Sinn, die Etappe in Traben-Trabach zu starten. Von Wolf ist der Einstieg gut mit dem Bus zu erreichen.


Moselsteig Etappe 11 von Zeltingen-Rachtig nach Bernkastel-Kues
Aufgrund der enormen Hitze haben wir unsere letzte Etappe am Moselsteig etwas gecheatet. Eigentlich verläuft die Etappe von Bernkastel-Kues nach Ürzig und wir wollten sie in Gegenrichtung wandern. Nicht zuletzt aufgrund der Erreichbarkeit des Einstiegspunktes mit dem Bus, kürzen wir ein winziges bisschen und starten in Zeltingen-Rachtig.

Wie bereits am Vortag legen wir noch vor dem Frühstück los und sitzen mit einer Vielzahl an Schulkindern im Bus nach Zeltingen-Rachtig. Dort machen wir noch einen kleinen Abstecher auf die Moselbrücke und werfen einen Blick auf das Brauhaus Kloster Machern. Hier soll sich sehr gut speisen lassen; früh am Morgen, wird nun aber erstmal gewandert.
Wir nehmen den Zustieg zum Moselsteig durch den Ort und landen bald in den malerischen Weinbergen. Die ersten Winzer sind bereits fleißig bei der Arbeit. Zunächst wandern wir genüsslich durch die Hänge, doch der Blick auf ein großes Holzkreuz oben auf dem Berg, lässt uns erahnen, dass wohl bald ein paar Höhenmeter anstehen. Und so ist es. Erst windet sich der Moselsteig durch den Sortengarten Zeltingens. Auf dem verwunschenen Areal werden exotische und vergessene heimische Obst- und Gemüsesorten angebaut. Ein romantischer Rastplatz lockt zum Verschnaufen.


Dann wandern wir vorbei am alten jüdischen Friedhof weiter bergauf. Ein kleiner Abstecher nach rechts bringt uns zum Kreuz im Engeltertal, von wo aus wir einen sagenhaft schönen Ausblick genießen können. Und davon folgen im weiteren Verlauf des Weges noch so einige. Kurz danach kommen wir nämlich an einer Schutzhütte mit einer geschwungenen Holzliege vorbei. Anschließend folgt erneut ein Holzkreuz mit Panoramabank. An Pausenplätzen mangelt es auf der Etappe nicht.


Wir passieren ein etwas ungewöhnlich anmutendes Areal mit mehreren Gärten. Manche wirken verwildert, andere trumpfen mit einem gepflegten Golfrasen auf. Rostige Wohnwagen und kleine Lauben stehen in einem spannenden Kontrast und dass sich hier oben, so weit vom Schuss, eine Art Gartenanlage befindet, lässt uns schmunzeln. Etwas später erreichen wir den Gleitschirm- und Drachenfliegerstartplatz. Die geschwungene Holzliege wählen wir nun für’s Frühstück aus und lassen es uns schmecken, während wir im Hintergrund schon auf Bernkastel-Kues blicken können.


Wunderbar schattig geht es im Anschluss weiter. Urtümliche Eichen zieren die Hänge aus denen stellenweise der schroffe Schiefer blitzt. Farbenprächtig leuchtet der Fingerhut. Es folgen noch die Wanderschutzhütte und der Aussichtspunkt Maria Zill, bevor wir uns an den Abstieg begeben. Der urige Pfad bringt uns entlang des Kallenfelsbachs direkt in die Altstadt von Bernkastel-Kues.
Der Ort mit seinen Häusern, die wirken als wären sie aus einem Märchenbuch entsprungen, bietet Hingucker und pittoreske Details an jeder Ecke. Wir schlendern durch die engen Sträßchen und fühlen uns wie in Harry Potters Winkelgasse. Gemütliche Cafés und Restaurants laden zum Verweilen ein und überall locken kleine Boutiquen zum Bummeln und Stöbern.



Bevor wir uns mit dem Schiff auf den Rückweg nach Wolf machen, entscheiden wir uns noch spontan für einen Besuch der Ruine der Burg Landshut. Sie thront majestätisch oberhalb des Ortes und war schon lange sichtbar, als wir noch auf dem Moselsteig waren. Was allerdings nach einem kurzen Weg aussieht, entpuppt sich bei 30 Grad zu einem schweißtreibenden Abenteuer. Dennoch, den Blick von hier oben, möchten wir nicht verpasst haben.


Fazit zur Etappe 11 des Moselsteigs mit Hund
Die angenehm schattenreiche Etappe lässt sich auch im Sommer mit Hund gut bewältigen. Die vielen Rastplätze sorgen dafür, dass ausreichend Pausen eingelegt werden können.



Der Moselsteig
Region: Rheinland-Pfalz & Saarland
Etappen: 24
Start: Perl an der deutsch-französisch-luxemburgischen Grenze Ziel: Koblenz
Streckenlänge: 365 km Höhenmeter: 9.140 m
Highlights: Malerische Orte, steile Weinberge, faszinierende Burgen und historische Ruinen, aussichtsreiche Picknick- und Rastplätze
Ideal für: Tages- und Mehrtagestouren
Beste Reisezeit: ganzjährig wanderbar
Geeignet für Hunde: Ja, aber im Sommer viel Sonne und heiß. Tipps am Ende des Artikels beachten.
Besonders schön: Gemütliche Einkehrmöglichkeiten laden zum Verweilen ein. Ein Weinchen geht immer.
Tipp: Wahlweise können der ÖPNV oder die Moselschiffe für die An- oder Abreise von/zu Etappen Start- und Endpunkten genutzt werden.

Mit der Etappe 11 des Moselsteigs endet Teil 1 unserer Moselreise in Wolf. Am nächsten Tag machen wir uns auf den Weg nach Burgen, zum Insta Community Camp, dass wir mit einer kleinen Gruppe organisiert haben. In dieser tollen Gemeinschaft machen wir uns noch gemeinsam auf den Weg zu einem letzten Mosel-Abenteuer.
Moselsteig Seitensprung Borjer Ortsbachpädche
Auf dem Plan steht der Moselsteig Seitensprung Borjer Ortsbachpädche in Burgen. Die 9 Kilometer lange Route ist ein schönes Finale und bietet für Hunde wieder jede Menge Erfrischung im idyllischen Baybachtal.

Der Moselsteig Seitensprung Borjer Ortsbachpädche beginnt in Burgen. Schon nach wenigen Schritten durch den kleinen Ort, tauchen wir in das mystische Baybachtal ein. Eine kleine Brücke führt uns über den munter dahin plätschernden Bach, der uns nun zu unserer Linken begleitet und von der Baybachstraße abschirmt. Der schmale und urige Pfad windet sich parallel des sprudelnden Wassers durch die dichte Vegetation. Alles um uns herum ist üppig grün. Dazu ragen immer wieder imposante schroffe Felsen rechts des Weges empor. Ein Feuersalamander krabbelt des Weges und ein Grasfrosch hat es sich im Laub gemütlich gemacht. Hier heißt es „Augen auf“ für die kleinen Dinge am Wegesrand.


Wir passieren zwei alte, historische Gebäude. Eines ist dem Verfall preisgegeben, ein anderes, die ehemalige Bauernmühle, wird noch bewohnt und ist romantisch dekoriert. Kurz bevor wir den Forellenhof erreichen, schwenkt der Weg nach rechts. Den Abstecher zum Restaurant mit Biergarten lassen wir uns allerdings nicht nehmen. Wir werden freundlich bewirtet, essen lecker zu Mittag und genießen einen Moselwein, Dann geht es wieder auf den Wanderweg.


Der beschert uns nun einige Höhenmeter über einen Waldweg. Peu a peu geht es aufwärts bis wir eine sonnige Anhöhe erreichen. Genüsslich streifen wir durch die Felder und erfreuen uns an der grandiosen Aussicht. Am Birkenhof schwenken wir nach rechts und eine Weile später erreichen wir wieder den Waldrand. Vorbei an einer Schutzhütte wandern wir talwärts und gelangen bald wieder zu unserem Ausgangspunkt in Burgen.
Fazit zum Moselsteig Seitensprung Borjer Ortsbachpädche mit Hund
Die perfekte Tour für warme Sommertage. Der Bach bietet Erfrischung und die Einkehr im Biergarten ist ein Must Do.
Campingtipp: Mosel Camping Wolf
Die Moselregion ist seit über 20 Jahren eine der Vorreiterregionen in Sachen Camping-Tourismus. Fast in jedem kleinen Moselort gibt es ein paar Wohnmobilstellplätze. Wer es etwas komfortabler sucht, wird auf den Campingplätzen fündig.
Da wir unsere Zeit zum Wandern nutzen, kein Hin- und Her mit An- und Abreisezeiten haben und gerne ein paar Urlaubsannehmlichkeiten genießen wollten, haben wir uns für einen festen Ausgangspunkt auf dem Mosel Campingplatz in Wolf entschieden.
Der 4 Sterne Campingplatz befindet sich in Traben-Trarbach im Ortsteil Wolf und unmittelbar an der Mosel. Der Checkin erfolgt ganz modern über ein Terminal an der Schranke, bevor es auf den Platz geht. Alle Parzellen sind wunderbar geräumig und verfügen über einen Stromanschluss. Trinkwasser ist immer in der Nähe.
Zum Campingplatz gehört ein kleines Lädchen. Für morgens können vor Ort oder über eine App frische Backwaren bestellt werden. Dazu gibt es Dinge des täglichen Bedarfs und eine ganz nette Weinauswahl; außerdem es einen Imbiss.
Am Moselufer befinden sich ein Badesteg und eine Einlassstelle für Boote oder Kanus. Letztere können auch ausgeliehen werden. Kinder haben einen tollen Spielplatz.
Die Sanitäranlagen sind modern und gepflegt, genauso wie alle anderen Bereiche des Campingplatzes. Für Wohnmobile gibt es gleich zwei Entsorgungsstationen für Grauwasser und Co.
Insgesamt also ein optimal ausgestatteter Campingplatz an der Mosel, auf dem auch Hunde erlaubt sind. Uns hat die Zeit hier auf jeden Fall sehr gut gefallen.





FAQ: Häufige Fragen zum Moselsteig mit Hund

Unser Fazit zum Moselsteig mit Hund
Unsere Woche an der Mosel ist definitiv zu schnell vergangen. Bei sommerlichem Wetter waren manche Etappen des Moselsteigs und das frühe Aufstehen eine ziemliche Herausforderung. Die vielen Highlights am Wegesrand, das besondere Flair in den Moselorten, die traumhaften Panoramaaussichten und nicht zuletzt die Herzlichkeit der Menschen, haben unseren Aufenthalt hier sehr bereichert.
Mit zahlreichen Erinnerungen im Gepäck sind wir wieder in die Heimat gefahren und freuen uns jetzt schon darauf, wieder einmal mit dem Wohnmobil an die Mosel zu fahren.
In diesem Sinne, bleib gesund und wanderfreudig, deine Dina.
Hast du noch Fragen zum Moselsteig mit Hund, die der Artikel noch nicht beantwortet, dann stell sie mir gerne in den Kommentaren.
Werbehinweis: Zu dieser Wanderreise an die Mosel wurden wir durch die Mosellandtouristik GmbH eingeladen. Meine Meinung hat das wie immer nicht beeinflusst. Sie ist ehrlich und authentisch und alle Empfehlungen gebe ich gerne weiter.