Die Wallonie, das ist Grün soweit das Auge reicht. Wie ein dichter Urwald erstrecken sich die Wälder über die Hügelkuppen. Tief versteckt, in ihrem Inneren, plätschern die ursprünglichsten Bäche und Flüsse. Zauberhafte Siedlungen, im typischen Baustil der Ardennen, liegen verträumt im Sonnenschein. Hier und da plätschert Wasser aus altertümlichen Brunnen. Romantischer Blumenschmuck ziert Fenster und Gärten. Obwohl die Wallonie und die belgischen Ardennen nur knapp zweieinhalb Stunden vom Ruhrgebiet entfernt liegen, fühlt es sich an, als würden wir in eine andere Welt eintauchen.
Die Wallonie bietet dazu einige der schönsten Wanderungen Belgiens. In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf den Forellenweg bei Stavelot, durch das spektakuläre Ninglinspo-Tal und auf eine abwechslungsreiche Rundwanderung bei La Gleize. Außerdem stelle ich dir eine besondere Sehenswürdigkeit in der Natur, ein kulturelles Highlight in der Stadt und eine empfehlenswerte Unterkunft vor, die sich ideal für Wanderer mit Hund anbietet.
Das erwartet dich im Beitrag rund um meine Wanderungen in der Wallonie mit Hund
- Wandern auf dem Forellenweg bei Stavelot entlang der Amel
- Das beeindruckende Ninglinspo-Tal mit seinen Wasserläufen und Felsen
- Eine sportliche Rundwanderung um La Gleize
- Ein Naturhighlight, das du in der Wallonie nicht verpassen solltest
- Eine sehenswerte Stadtattraktion mit Geschichte und Charme
- Ein Unterkunftstipp für einen entspannten Aufenthalt mit Hund

- Das erwartet dich im Beitrag rund um meine Wanderungen in der Wallonie mit Hund
- Die Wallonie
- 3 außergewöhnliche Wanderungen in der Wallonie
- Forellenweg bei Stavelot: eine der schönsten Wanderungen in der Wallonie
- Tourdetails: Forellenweg Stavelot
- Ninglinspo – Wanderung: Belgiens einziges Gebirgsbachtal entdecken
- Tourdetails: Ninglinspo – der Fluss und das Felschaos
- Rundwanderung bei La Gleize: Natur, Aussicht und Geschichte
- Tourdetails: La Gleize – Tour du Mont Saint-Victor
- Stadthighlight: Die Abtei von Stavelot – "außergewöhnliches Kulturerbe der Wallonie"
- Naturhighlight: der Wasserfall von Coo – höchster natürlicher Wasserfall in Belgien
- Unterkunftstipp: Die Domaine LongPré
- Tipps für deinen Besuch in der Wallonie
- Fazit
Die Wallonie
Region: Im Süden Belgiens
Highlights: Unberührte Natur, zauberhafte Städte, interessantes Kulturprogramm
Ideal für: Tages- und Mehrtagestouren
Schönste Wanderungen: Forellenweg Stavelot
Beliebte Wanderung: Ninglinspo
Beste Reisezeit: ganzjährig
Geeignet für Hunde: Ja, schattige Wälder und viele Bäche bieten im Sommer perfekte Erfrischung.
Besonders schön: Ruhige und teils wirklich einsame Wanderwege zum Entspannen.
3 außergewöhnliche Wanderungen in der Wallonie
Die Wallonie geizt nicht mit Natur. Endlos erstrecken sich die Wälder über die sanft geschwungenen Hügelketten. Drei Tage bin ich unterwegs um die Region zu erkunden, die ich vorher nur von traumhaften Bildern kannte. Schon die Vorfreude auf meine Reise ist deshalb enorm, gespickt mit ein wenig Aufregung, denn in diesem Teil Belgiens wird Französisch gesprochen. Und meine Sprachkenntnisse? Na ja, mit denen ist es nicht weit her. Nichtsdestotrotz mache ich mich frohes Mutes auf den Weg; irgendwie werde ich mich schon mit Englisch, Deutsch und dem gutem Willen, meine wenige Brocken Französisch zu verwenden, durchschlagen.
Mein erstes Ziel am Anreisetag ist Stavelot. Hier befindet sich auch meine Unterkunft. Da ich aber erst nachmittags einziehen kann, geht es zunächst auf den Wanderweg, dafür bin ich ja auch schließlich hier.
Forellenweg bei Stavelot: eine der schönsten Wanderungen in der Wallonie
Der Forellenweg beginnt im zauberhaften Zentrum von Stavelot, einer der ältesten Städte Belgiens. Ihre Gründung reicht bis ins Jahr 648 zurück. Im Herzen der märchenhaften Altstadt befindet sich die historische Abtei, ein wunderbarer Hingucker, aber dazu später mehr.

Nachdem ich einen Parkplatz auf der Vorderseite der Abtei in der Straße Basse Cour entdeckt habe, mache ich mich mit Riley auf den Weg. Wir wandern an der Abtei vorbei und queren einen Seitenarm der Amblève (deutsch: Amel). Dann halten wir uns nach links parallel des idyllischen Wassergrabens. Schnell lassen wir die Stadt hinter uns, werfen einen Blick auf das Freibad, in das gerade frisches Wasser eingelassen wird, auf die modernen Sportanlagen des Ortes und einen Fußballplatz. Und dann sind wir auch schon mitten in der Natur.
Die Amblève rauscht über ein kleines Wehr. Unser Weg führt uns über schmale Pfade und Holzbohlenstege dicht an ihrem Ufer entlang. Zur Linken taucht ein Rastplatz auf, wenig später lädt eine Bank zur Pause ein. Eine Steinbrücke bringt uns trockenen Fußes über den L’Eau Rouge, einen Zufluss der Amblève, bevor wir durch den Weiler Challes spazieren. Die hübschen Ardennenhäuser liegen verträumt im Sonnenschein.





Mit fröhlichem Französisch grüßt uns ein Radfahrer im Vorbeifahren, während wir auf urwüchsigen Pfaden durch Wald und Wiesen wandern. Vielen Menschen begegnen wir unterwegs dann nicht mehr, dafür werden wir von etlichen Tieren beobachtet. Ein Fuchs sucht auf einer Wiese nach Mäusen, ein Eichhörnchen klettert durch die Bäume, ein Reh hüpft von dannen, Wasservögel paddeln auf dem Fluss, das Gezwitscher der Vögel ist allgegenwärtig. Sogar Kühe, Alpakas und Esel entdecken wir im Verlauf des Forellenwegs.


Dazu treffen wir auf Highlights wie eine romantisch anmutende Bogenbrücke über die Amblève und den „Rocher de Warche“, einen imposanten, steil aufragenden Fels, der sich über dem Flussufer erhebt. Von hier oben genießen wir einen spektakulären Ausblick auf das wildromantische Tal.


Kurz nach dem hübschen Weiler Warche unterqueren wir die Autobahn und bleiben jetzt erstmal eine ganze Weile auf einem asphaltierten Feldweg, der uns mit Blick auf das malerische Tal der Warche durch den Ort Chevofosse führt. Aus einem alten Brunnen plätschert frisches Wasser. Ansonsten ist es hier beschaulich ruhig. Gemütlich geht es weiter bis der Weg nach links schwenkt, wir dieses Mal über der Autobahn hergehen und Wavreumont erreichen.


Am letzten Haus biegt der Weg links ab und wird nun deutlich naturnaher. Mit jedem Meter tauchen wir tiefer in den Wald ein, genießen später wieder urige Pfade und wandern durch blühende Wiesen bis wir erneut Challes erreichen. Von hier aus führt uns der bekannte Hinweg zurück zum Ausgangspunkt.
Fazit zum Forellenweg
Schöner hätte unser erster Tag in der Wallonie kaum beginnen können. Der Forellenweg vereint die gesamte Palette wallonischer Highlights. Wilde Flusstäler, abwechslungsreiche Wege, spannende Naturspektakel, interessante Tierbeobachtungen und romantische Weiler, perfekt für den Einstieg in drei Wandertage in den belgischen Ardennen.
Im Anschluss zu dieser wunderbaren Wanderung machen wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft, der Domain LongPré. An der Anmeldung werden wir sehr freundlich empfangen und die Rezeptionistin spricht sogar Deutsch. Ich bestelle für’s Frühstück schon mal frische Backwaren und dann fahren wir zu unserem Appartement vor, wo wir den Tag gemütlich ausklingen lassen.
Ninglinspo – Wanderung: Belgiens einziges Gebirgsbachtal entdecken
Nach einem leckeren Frühstück in unserem hübschen Appartement, starten wir am nächsten Tag gut ausgeruht zur nächsten Wanderung in der Wallonie. Eigentlich steht La Gleize auf dem Programm, aber das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung. Stürmische Böen und Starkregen sind angesagt, weshalb wir umplanen und die kürzere Variante der Wanderung am Ninglispo in Angriff nehmen.

Ninglinspo, das klingt schon nach einer ganz anderen Welt. Irgendwie gar nicht so Belgisch, nicht mal Europäisch. Vielmehr nach fernen Ländern auf anderen Kontinenten. Und so fühlt es sich hier auch an, denn der Ninglinspo ist Belgiens einziger Gebirgsbach. Hier rauscht das Wasser über ein felsiges Bachbett, stürzt über eindrucksvolle Kaskaden und durch Rinnen, die sich tief in das Gestein gegraben haben.


Auf jedem Meter bietet sich ein anderes Bild. Mal plätschert das Wasser sanft über ein breites Bachbett, dann wieder wild durch spannende Schluchten. Der urige Pfad schlängelt sich oft dicht am Ufer entlang und verläuft im ständigen Hin und Her über zahlreiche Brücken. Einige Mal helfen Seile beim Aufstieg auf dem teils schlüpfrigen Untergrund, so dass Trittsicherheit geboten ist.


Die Tour beginnt in dem kleinen Ort Sedoz. Ein neuer, kostenpflichtiger Parkplatz wurde wohl erst vor Kurzem eingerichtet. Gleich vor der Brasserie Le Ninglinspo führt der Weg nach rechts und wird schon nach wenigen Metern immer ursprünglicher. Wir folgen der Wegkennzeichnung mit einem blauen Rechteck und wandern kontinuierlich am Ufer des Baches entlang, dessen Erscheinungsbild stets auf’s Neue mit anderen Naturhighlights beeindruckt. Über Holzbrücken wechseln wir ständig die Seiten. Es fühlt sich an wie ein echtes Abenteuer. Unter der Woche und an Tagen mit eher wechselhaftem Wetter ist hier nicht viel los, im Gegenteil zu sommerlichen Wochenenden. Dann wird der Bach auch gerne für Badeausflüge genutzt.
So genießen wir die Natur und Ursprünglichkeit dieses wildromantischen Tals fast ganz alleine und sind beeindruckt von der üppigen Vegetation, die uns, gespeist von dem vielen Wasser, einhüllt.


Am Wendepunkt der Tour steigen wir über Holztritte einen Hang hinauf und folgen einem Pfad weiter in den Wald hinein. Es geht dabei ordentlich bergan. Von einer Lichtung können wir später einen schönen Ausblick genießen und auf einem Baumstamm eine Pause einlegen. Der Weg wird jetzt breiter und wird von zahlreichen kleinen Bächen gekreuzt. Hin und wieder blitzen spannende Felsbrocken auf dem Erdboden auf. In einer 180 Grad Kehre machen wir noch einen kleinen Abstecher nach rechts zum Aussichtspunkt „Point des vue Drouet“.


Von hier bietet sich ein grandioser Blick über das Tal des Ninglinspo, wenngleich der Fluss in der dichten Natur nicht zu erkennen ist. Trotzdem ist das Panorama über die weitläufige, grüne Hügellandschaft, die wie ein dichter Dschungel wirkt, ein Wandertraum.

Dann machen wir uns an den Abstieg und wandern gemütlich bergab bis wir wieder unseren Ausgangspunkt erreichen. Wir können uns gerade rechtzeitig ins Auto retten, bevor der angekündigte Starkregen auf uns niederprasselt. Nun geht es erstmal zurück zur Domaine LongPré, wo wir uns ausruhen, später ganz unerwartet noch draußen im Sonnenschein sitzen und nach dem Abendessen in der Brasserie spontan entscheiden, noch einen Ausflug zum Wasserfall von Coo zu machen.
Fazit zur Wanderung Ninglinspo
Unerwartet spektakulär versteckt sich der Ninglinspo im dichten Wald der belgischen Ardennen. Die abenteuerliche Wanderung beeindruckt mit so einzigartigen Naturschauspielen, dass selbst diese kurze Tour zu einem Tagesausflug werden kann. Also nimm dir genug Zeit mit.
Rundwanderung bei La Gleize: Natur, Aussicht und Geschichte
Am dritten Tag in der Wallonie heißt es leider schon wieder Abschied nehmen. Doch nicht, bevor wir eine letzte Wanderung unternommen haben. Also packe ich Rileys und meine Sachen ins Auto, verabschiede mich von der Domaine LonPré und fahre nach La Gleize. Heute wird es nochmal sportlich, so jedenfalls wird die Tour uns angekündigt, die uns in die Bergwelt der Wallonie entführt.

Wir starten in La Gleize, einem malerischen Dorf auf einer Anhöhe in den belgischen Ardennen. Wir parken gegenüber der Kirche gleich am Museum Dezember 1944. An diesem geschichtsträchtigen Ort scheiterten 1944 die Deutschen im 2 . Weltkrieg bei ihrem letzten Gegenangriff an der Westfront und ließen 135 Panzerfahrzeuge auf dem Schlachtfeld zurück. Eins davon steht heute eindrucksvoll vor dem Museum, während im Inneren, die Geschichte mit zahlreichen Exponaten dargestellt wird.

Unser Weg verläuft zunächst im Sonnenschein über eine weitere Anhöhe mit wunderbarem Panorama. Kühe grasen auf den weitläufigen Wiesen. Dann steigen wir auf einem pittoresken Weg ins Tal der Amblève ab. Überall blüht es entlang der Wegränder. Wir unterqueren eine Bahnstrecke und passieren den winzigen Weiler La Venne. Ein Border Collie passt hier auf und begrüßt uns etwas skeptisch. Am Ende der hübschen Siedlung, die sich mitten im Nirgendwo zu befinden scheint, stehen wir plötzlich vor dem majestätischen Viadukt de Venne über den Fluss. Zahlreiche Stützen spannen sich über das Tal und lassen ein Harry Potter Feeling aufkommen.






Gleich neben dem Viadukt passieren auch wir den Bach über eine urtümlich anmutende Brückenkonstruktion. Dann wendet sich unser Weg nach rechts und es stehen uns einige Höhenmeter bevor. Der gemütliche Waldweg reckt sich Stück für Stück empor. Zwischendurch lichtet sich der Wald und gibt ein imposantes Panorama auf die Umgebung und das Viadukt frei.
Nachdem wir den Berg erklommen haben, verläuft der Weg etwas entspannter am Hang entlang. Durch die Bäume schimmert der Lac de Coo, das untere Speicherbecken des Wasserkraftwerks Coo-Trois-Ponts. Für ein Foto gibt der Wald allerdings keinen Ausblick preis. Der Wald lichtet sich erst, kurz bevor wir den Weiler Brume erreichen. Weidetiere stehen auf den Wiesen und sind die einzigen sichtbaren Lebewesen in diesem verschlafenen Dorf. Auf einer Wiese stehen etliche imposante Bullen und brüllen was das Zeug hält. Während sie sich neugierig dem Zaun nähern, ziehen wir schnell vorbei, in der Hoffnung, dass der Zaun hält, was er verspricht.
Auf der Anhöhe von La Brume befinden sich die oberen Speicherbecken des Wasserkraftwerks. Durch die aufgeschütteten Staudämme, sind sie aber vor unserem Blick verborgen. Mächtige Strommasten ziehen sich über den Weg, während wir die technische Außenanlage des Kraftwerks hinter uns lassen. Das sieht alles schon sehr spektakulär aus. Im Kontrast dazu schlummern idyllische Weiher in einer Mulde unterhalb der Speicherbecken. Frösche quaken und Enten ziehen genüsslich ihre Bahnen auf dem Wasser.


Kurz darauf entdecken wir einen Pausenplatz und lassen uns nieder, um unser Lunchpaket auszupacken. Gut gestärkt geht es dann weiter und wir befinden uns bald wieder in der herrlichen Natur und wandern gemütlich dem Weiler Monceau entgegen. Etwas oberhalb des zauberhaften Dorfes haben wir wieder einen sagenhaften Ausblick und erkennen sogar das Chateau Froidcourt in der Ferne, das wie ein Märchenschloss am Hang thront.
In Monceau scheinen auch tagsüber die Bürgersteige hochgeklappt zu werden, so ruhig ist es hier. Aus einem historischen Brunnen, der mit hübschen Blumen geschmückt ist, plätschert Wasser. Die im Ardennen typischen Baustil errichteten Häuser sind ebenso mit romantischen Pflanzen verziert und überall gibt es etwas zum Gucken. Zwischen zwei Häusern gelangen wir schließlich auf einen schmalen, steilen Pfad, der uns den Hang hinab führt. Am nächsten Hof wachen zwei Border Collies. Unschlüssig ob sie sich freuen oder uns verbellen sollen, kommen sie hinterher, bis sie zurückgerufen werden. So viele Border Collies auf einer Wanderung, mir geht das Herz auf. Riley bleibt eher unbeeindruckt.


Das nächste Wegstück verläuft am Straßenrand entlang. Verkehrstechnisch ist es aber auszuhalten. Wir erreichen wieder die Amblève und machen einen kurzen Abstecher ans Ufer, damit Riley sich abkühlen kann. Dann sind nochmal ein paar Höhenmeter zu bewältigen, erst entlang der Straße, später zweigen wir rechts ab. Das letzte Stück des Weges wird es wieder naturnah. Wir wandern auf einem Pfad durch ein Wäldchen, anschließend auf einem Wiesenweg, die letzten Meter hoch zum Ausgangspunkt.



Fazit zur Wanderung La Gleize
Die sportliche Wanderung ist ideal für ruhesuchende Menschen und sicher einer der Geheimtipps der Region. Zwar verläuft die Strecke weitestgehend über breite Wanderwege, dafür hält sie aber viele beeindruckende Highlights bereit. Nur der Blick auf den Stausee ist uns leider verborgen geblieben. Mit Wasser zum Erfrischen hat aber die Amblève wieder einmal begeistert. Der hübsche Fluss ist hier in der Gegend einfach allgegenwärtig.
Und so endet unsere letzte Wanderung in der Wallonie mit einem sportlichen Finale. Am Auto lassen wir die Beine und Pfoten noch etwas aus dem Kofferraum baumeln, bevor wir die Rückreise antreten.
Stadthighlight: Die Abtei von Stavelot – „außergewöhnliches Kulturerbe der Wallonie“
Nach unserer Wanderung auf dem Forellenweg, haben wir uns noch die Abtei von Stavelot angesehen. Die prachtvolle Anlage ist kaum zu übersehen und befindet sich am Startpunkt der Tour.
Die Abtei wurde im Jahr 651 gegründet. Heute ist das Gebäude als „Außergewöhnliches Kulturerbe der Wallonie“ anerkannt und es befinden sich gleich mehrere Museen im Inneren. Zu den Außenanlagen und den archäologischen Funden ist der Zugang frei. Besonders eindrucksvoll sind dabei die Ruinen der einstigen Abteikirche aus dem 11. Jahrhundert. Das monumentale Bauwerk einer Pilgerkirche war über 100 Meter lang und 40 Meter breit. Anhand der Fundamente lassen sich die Ausmaße auch heute noch gut erfassen. Eine Infotafel zeigt wie die Kirche zur damaligen Zeit ausgesehen haben muss.




Naturhighlight: der Wasserfall von Coo – höchster natürlicher Wasserfall in Belgien
Den Wasserfall von Coo wollte ich eigentlich mit der Wanderung in La Gleize verbinden, da er auf dem Weg zum Startpunkt liegt. Nachdem am zweiten Abend aber nochmal so wunderbar die Sonne rauskommt, entscheide ich mich spontan, nochmal los zu düsen. Das Gute daran, jetzt am Abend ist es hier deutlich ruhiger als tagsüber und die Parkgebühr entfällt ebenso.



Der Wasserfall von Coo ist der höchste, natürliche Wasserfall Belgiens. Aus einer Höhe von 15 Metern ergießt sich die Amblève über die Felsen. Diesen faszinierenden Anblick kannst du von mehreren Punkten betrachten. Von der Brücke über den Wasserfall schaust du dem brodelnden Wasser hinterher und blickst dabei auf den Freizeitpark Plopsaland; eines ideales Ausflugsziel für Familien mit kleinen Kindern.
Oder du steigst von der Brücke eine Steintreppe hinab und gelangst somit zu einer spektakulären Aussichtsplattformen. Hier stehst du fast mitten im Wasser und spürst die erfrischende Gischt.
Zuletzt kannst du auch vom Fuße des Wasserfalls von Coo einen traumhaften Ausblick genießen. In der Umgebung befinden sich zudem verschiedenen Restaurants und Cafés, Möglichkeiten für Abenteuersport und Wanderwege.
Unterkunftstipp: Die Domaine LongPré
Wenn du bis hierher gekommen bist und die Wanderungen in der Wallonie auch unbedingt einmal erkunden möchtest, dann habe ich jetzt noch einen super Unterkunftstipp für dich. Zusammen mit Riley war ich drei Tage in der Ferienanlage Domaine LongPré. Die hübsche Siedlung liegt mitten in der Natur und direkt an der Amblève. Prinzipiell kannst du direkt vom Appartement los wandern. Praktisch mit Hund, so liegen auch Gassistrecken gleich vor der Haustür.






Obwohl die Domaine LongPré jede Menge Potential für Freizeitaktivitäten wie Freibad, Minigolf, Sport- und Spielplätze sowie eine Brasserie und einen kleinen Shop für Dinge des alltäglichen Bedarfs bietet, ist es auf dem Gelände wunderbar ruhig. Vielleicht lag es daran, dass wir außerhalb der Ferien und unter der Woche dort waren, dennoch das Areal ist groß genug, damit sich alles gut verteilt. Wir konnten die Zeit hier in der Natur auf jeden Fall sehr genießen.
Dazu war unser Appartement sehr hübsch und komfortabel eingerichtet und auf der Terrasse konnten wir nach den Wanderungen in der Wallonie bestens entspannen.
Tipps für deinen Besuch in der Wallonie
Abschließend habe ich dir hier noch ein paar wichtige Informationen für deinen Besuch in der Wallonie zusammengestellt und ein paar der häufigsten Fragen beantwortet. Beachte insbesondere die Hinweise zur Beschilderung der Wanderwege und zum Wandern mit Hund in der Wallonie.
Fazit
Die drei Tage in der Wallonie sind leider viel zu schnell vergangen. Wie gerne hätte ich hier noch mehr Wanderwege erkundet. Aber so weit ist es vom Ruhrgebiet ja nicht bis in die Wallonie und so komme ich bestimmt einmal wieder. Sprachlich hat es übrigens auch bestens geklappt.
Hast du noch Fragen zum Wandern in der Wallonie mit Hund? Dann gerne in die Kommentare damit und ich beantworte sie für alle.
In diesem Sinne, bleib gesund und wanderfreudig, deine Dina
Werbehinweis: Zu dieser bezahlten Wanderreise in die Wallonie wurden ich durch den Tourismusverband Wallonie Belgique Tourisme eingeladen. Meine Meinung hat das wie immer nicht beeinflusst. Sie ist ehrlich und authentisch und alle Empfehlungen gebe ich gerne weiter.
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