Unterwegs mit tierischer Begleitung

Wanderung zur Glorerhütte

Das Wandern mit Hund gehört für jeden Hundebesitzer zum Alltag. Bei Wind und Wetter, bei Sonnenschein, bei hohen Temperaturen, bei Minusgraden, eine kleine Runde um den Block, eine Tagestour, mit Hunden sind wir immer draußen. Wer so wie wir gerne mit Hunden in der Natur unterwegs ist und diese auch mit in den Wanderurlaub nimmt, sollte jedoch einiges beachten, damit dem Hund die Tour genauso viel Freunde macht, wie Frauchen und Herrchen.

Es ist nämlich nicht damit getan, den Hund einfach mitzunehmen und los zu wandern, im Vorfeld solltet ihr euch schon ein paar Gedanken machen, ob der Hund genau wie ihr unterwegs vielleicht auch Bedürfnisse verspürt.

Deshalb hier ein paar Tips aus meiner Wandererfahrung mit Hund, die vielleicht auch für euch ganz hilfreich sind.

Einflussfaktoren auf die Tourenplanung

Folgende Faktoren solltet ihr bei der Planung eurer Wanderung zunächst bedenken.

  • Alter des Hundes
  • Kondition/Fitness des Hundes
  • Größe des Hundes

Bis vor ein paar Jahren hatten wir bei unseren Wanderungen noch unseren Senior Glen dabei. Glen hatte für sein Alter (er wurde 15 Jahre alt) noch eine super Kondition und war gesundheitlich top fit bis zum Schluss. Später kam Holly dazu und noch etwas später unser Riley. So waren wir durchweg sowohl mit einem Seniorhund, als auch mit jungen Vierbeinern auf Tour und mussten uns regelmäßig mit der Thematik beschäftigen, wer von unseren Hunden wie viel wandern kann.  Regelmäßig haben wir uns deshalb auch Rat bei unserer Tierärztin eingeholt.

Aktuell sind Riley und Holly im besten Alter, mittelgroß und können auch längere Strecken wandern, steilere Passagen meistern und auch mal klettern. Bedenkt jedoch bei einem kleinen Hund, dass die Beinchen kürzer sind und steilere Wegstücke oder Felsen ggf. nicht so einfach überwunden werden können.

Deshalb sind die 3 Faktoren – Alter, Kondition, Größe – wichtig im Vorfeld zu bedenken, wenn ihr überlegt wohin die Tour geht, wie lange sie dauert, wie die Wegbeschaffenheit ist und und und.

Konditionsaufbau Hund

An der Kondition eures Hundes könnt ihr natürlich arbeiten. Wenn ihr einen Wanderurlaub plant, sucht euch im Vorfeld schon Touren in eurer Umgebung aus, während derer ihr mit dem Hund trainieren könnt.

Im Urlaub angekommen, geht nicht gleich aufs Ganze. Steigert die Touren kontinuierlich, um eure und die Fitness des Hundes den Gegebenheiten anzupassen und zu verbessern.

wandern mit hund

Der Wanderrucksack für den Hund

Nicht nur ihr braucht Wechselkleidung, Nahrung und Getränke, auch an euren Hund solltet ihr denken, wenn ihr euren Rucksack packt. Zwar braucht der Hund keine Ersatz-Trekkinghose, aber eine warme Unterlage für die Pause, wäre z. B. nicht schlecht. Oder etwas Energie für unterwegs.

Deshalb hier noch eine kleine Packliste für die wichtigsten Dinge:

  • Thermodecke / schützende Unterlage für die Pause
  • kleines Handtuch zum Trockenrubbeln, falls der Hund sehr nass wird, z. B. bei Schnee oder Regen
  • Trinkwasser
  • Futter
  • Halsband und Leine sind natürlich obligatorisch oder besser Geschirr, Leine mit Ruckdämpfer und Trekkinggurt
  • ggf. Booties, wenn Wege lange über felsigen Untergrund führen oder der Hund zu Verletzungen an den Pfoten neigt

Mittlerweile gibt es ja sogar Rucksäcke bzw. Packtaschen, die der Hund selber tragen kann. Holly hat auch unserer Fernwanderung über den Rothaarsteig einen Teil ihres Futters zum Beispiel selbst getragen.

Wenn euch noch etwas zum Thema einfällt, schreibt mir. Dann ergänze ich die Liste gerne.

LG

Dina


Noch ein Tipp am Rande: Besorgt euch unser Buch „Osttirol Hütten- und Bergtouren mit Kind und Hund“. Darin enthalten findet ihr 23 wunderbare Wanderungen, die auch mit Hunden gut zu bewältigen sind. Viel Spaß beim Lesen!


Dieser Artikel wurde am 09.09.2021 aktualisiert.

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