Lange haben wir überlegt, Zweithund ja oder nein? Wir haben uns für „Ja“ entschieden und erzählen euch deshalb heute wie es dazu kam, wie unser Neuzugang integriert wurde und welche Vor- und Nachteile so ein Zweithund haben kann.

 

Zweithund
Holly und Riley

Unsere Border Collie Geschichte

 

Mittlerweile haben wir seit 20 Jahren Border Collies und über viele Zeiträume waren es auch immer zwei. Scotty zog im Jahr 2001 bei uns ein, dann folgte Glen 2002. Die beiden waren ein tolles Team. Im Dezember 2015 entschieden wir uns, unserem Glen, der damals bereits 13 Jahre war, eine neue Kameradin an die Seite zu stellen. Auch die beiden wurden ein ganz unzertrennliches Paar und Holly hat lange nach ihm gesucht, als wir ihn im April 2018 verabschieden mussten.

 

Nun haben wir einige Zeit überlegt, ob wir uns nicht wieder für einen Zweithund entscheiden sollen. Die Erinnerungen an zwei ausgelassen tobende Border Collies waren einfach zu schön und es fehlte Holly jemand, mit dem sie auf den Wiesen, in den Bergen oder am Strand mal so richtig Gas geben konnte. Der ausschlaggebende Impuls war dann letztlich unser Canicross-Start beim Tough Race im Oktober.

 

Nachdem ich Samstag mit Holly über die 10 Kilometer gestartet bin, stand am Sonntag meine Tochter beim 5 Kilometer Kinderlauf mit Holly am Start. Ich lief als Begleitperson tapfer ohne Hund hinterher. Das was allerdings gar nicht so einfach war, denn kaum ging es auf die Strecke, ließen mich die Zwei weit hinter sich und es dauerte eine ganze Weile, bis ich es geschafft hatte, sie einzuholen. An diesem Tag rückte der Wunsch nach einem zweiten Border Collie wieder in den Vordergrund. Einen Monat später ging es dann auf Welpensuche.

 

Zweithund
Delightful Diamonds Fire N Flame: Riley

Delightful Diamonds Fire N Flame: Riley

 

Fündig wurden wir bei Sandra Feit und ihren Delightful Diamonds. Bei ihr war ganz frisch ein Wurf zur Welt gekommen und die Verpaarung von Grace – einer ganz tollen schwarz weißen Border Hündin und Brandon, einem sehr hübschen tricolor Rüden – gefiel uns enorm gut. Und so kamen wir ins Gespräch, tauschten uns aus und nach einem super netten Kennenlerntreffen stand dann fest, dass der kleine Rüde bei uns einziehen darf.

 

Es folgten dann noch so einige Besuche bei den Delightful Diamonds und es war herrlich mit anzusehen wie sich die Welpen entwickelten. Wir konnten uns bei den Besuchen kaum verabschieden, die Vorfreude wurde von Mal zu Mal mehr. Und dann war es endlich so weit. Am 21.12. durften wir unseren kleinen Diamanten abholen.

 

Border Collie Welpe
Unser kleiner Schatz

Integration von Riley in das Familienrudel

 

Besonders gespannt waren wir natürlich darauf wie Holly auf das neue Rudelmitglied reagieren würde. Zum ersten Beschnuppern kam es am Auto. Holly durfte ausnahmsweise während der Fahrt (angeschnallt natürlich) auf der Rückbank sitzen und so hielten wir ihr den kleinen Racker erstmal direkt vor die Nase. Riley saß auf dem Weg nach Hause bei mir Vorne, so dass die beiden sich aus sicherer Entfernung sehen konnten.

 

Die Fahrt verlief problemlos und zu Hause ging es zum weiteren Beschnuppern in den Garten. Holly machte natürlich erstmal klar, wer hier der Chef im Ring ist, aber im Großen und Ganzen waren wir sehr zufrieden. Holly war sehr relaxt und Riley neugierig aber dennoch zurückhaltend zugleich. Uns so dauerte es gerade mal anderthalb Tage bis die beiden sich gefunden hatten und schon total lieb miteinander spielten. So einfach hatte ich mir das nicht vorgestellt. Es war bzw. ist herrlich die beiden miteinander zu beobachten. Nach nun nicht mal einer Woche sind die beiden schon ein Dreamteam.

 

Border Collie Zweithund
Dreamteam

Vorteile eines Zweithunds

 

Klar, ein Zweithund, vor allem ein Welpe, bedeutet erstmal wieder Arbeit. Der Kleine will gut erzogen werden, muss lernen sein Geschäft draußen zu verrichten und mag die Welt erkunden. Zudem bringt der Zweithund auch zusätzliche Kosten mit sich wie für die Anschaffung, das Futter und Zubehör, den Tierarzt, die Steuern und die Versicherung. Ist dies im Vorfeld aber gut bedacht worden, überwiegen die Vorteile.

 

Zwei Hunde sind besser als einer, denn so ist keiner mehr allein, wenn die Familie arbeiten oder in der Schule ist.

 

Hunde sind Rudeltiere und kommunizieren mit ihren Artgenossen, das passt somit in der Mehrhundehaltung auch einfach praktisch.

 

Bei zwei Hunden ist immer ein Spielgefährte da.

 

In einem Jahr sind wir unser eigenes Canicross Team 😉

 

Border Collie Riley
Herzensbrecher

Wissenwertes bei der Auswahl des Zweithunds

 

Wenn ihr nun auch überlegt euch einen Zweithund anzuschaffen bedenkt dabei, neben den zusätzlichen Kosten, dass die beiden Rassen zueinander passen, denn mitunter kann es bei zwei völlig unterschiedlichen Hundetypen, Charakteren, Größenverhältnissen auch zu Missverständnissen untereinander kommen.

 

Übt mit beiden Hunden auch mal getrennt voneinander und lasst besonders den Ersthund nicht zu Kurz kommen, damit keine Eifersucht entsteht.

 

Überlasst die Hunde nicht nur sich selbst, weil sie so schön miteinander spielen, denn auch die Bindung des Hundes zu euch ist wichtig.

 

Bedenkt auch das Thema Urlaub und eure Lieblingsreiseziele. Manche Unterkünfte nehmen z. B. nur einen Hund auf, dann benötigt ihr Alternativen. Ebenso muss das Auto für die Fahrt groß genug sein.

 

Border Collie Model
Sweetheart

Sicher gibt es noch viele weitere wichtige Aspekte zu diesem Thema. Wenn ihr eigene Erfahrungen dazu habt, schreibt sie mir gerne in die Kommentare. Ebenso wenn ihr Fragen habt. Ich versuche gerne, diese mit den Erfahrungen, die wir gemacht haben, zu beantworten. Fachkundige Beratung erhaltet ihr natürlich auch in einer Hundeschule.

 

Liebe Grüße

eure Dina

 

Zweithund
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