Unsere Etappe 2 des Rothaarsteigs führt uns über rund 21 Kilometer durch das wunderschöne Sauerland von Willingen nach Winterberg über den Langenberg, den Clemensberg und vorbei an vielen Highlights. Auf Empfehlung von Michèle, die uns mit dem Shuttle von Angelikas Hotel noch etwas Fußweg erspart, starten wir die Wanderung oberhalb des Skihanges Ritzhagen, da wir auf dem Forstweg, der uns zum Einstiegspunkt des Rothaarsteigs am Richtplatz bringt, ein paar Höhenmeter und somit Kondition sparen können.

 

Willingen
Morgendlicher Blick auf Willingen oberhalb des Sonnenhanges.

Tour-Fakten Rothaarsteig Etappe 2 Willingen – Winterberg

 

Startpunkt: Willingen Ritzhagen / Sonnenhang

 

Endpunkt: Winterberg

 

Übernachtung: HAPIMAG Resort Winterberg

 

Gesamtstrecke: 22,1 km

 

Höhenmeter: 424m bergauf / 434m bergab

 

Gehzeit: 5:44 Std.

 

Familien-Check: Aufgrund der Streckenlänge und der Höhenmeter wird Gehfreudigkeit bei Kindern vorausgesetzt. Dafür gibt es aber viele interessante Streckenhighlights und Pausenplätze.

 

Hunde-Check: Trinkwasser sollte mitgenommen werden.

 

Highlights: Richtplatz, Gipfelkreuz Langenberg mit Stempelstelle, Gipfelkreuz Clemensberg mit Stempelstelle, Hochheide, Diabas Steinbruch, Hoppeckequelle, Hildfelder Höhe, Hillekopf, Pferdemarkt Küstelberg, Wagenschmier, Ruhrquelle

 

Der Link zum GPS-Track befindet sich am Ende der Tourenbeschreibung.

 

Willingen
Freundlicher Waldgeist

 

Von Willingen über den Richtplatz zum Langenberg

 

Der Wald liegt einsam und verlassen vor uns. Frühnebel schleicht sich über die sanften Hügel des Sauerlands und mit uns wach ist an diesem Morgen nur ein Fuchs, der zwei Mal unseren Weg quert. Über den Höhenweg von Willingen erreichen wir zunächst den Richtplatz, als Einstiegspunkt zum Rothaarsteig und wandern völlig allein in Richtung des Langenbergs, der mit 843m, der höchste Berg in NRW ist.

 

Erst kurz vor dem Gipfel treffen wir die ersten Wanderer und Mountainbiker, die an diesem Morgen unterwegs sind. Der Gipfel mit seinem Gipfelkreuz liegt auf einer Lichtung mitten im Wald. Einen Panoramaausblick finden wir hier nicht, dafür allerdings eine Stempelstelle, ein Gipfelbuch und einen hübschen Platz für eine erste Pause.

 

Langenberg
Gipfelkreuz des Langenberg auf 843m

 

Vom Langenberg auf den Clemensberg

 

Heute stehen Gipfel auf dem Programm und so geht es nach dem kurzen Stop weiter. Auf Forstwegen und urigen wurzeligen Pfaden ist das nächste Ziel der Clemensberg. Wir erreichen vorab die Hochheide mit der gleichnamigen Hütte, die aktuell allerdings leider bis auf Weiteres geschlossen hat. Renovierungsarbeiten werden als offizieller Grund genannt, aus einheimischen Kreisen erfahren wir aber, dass es wohl eher familiären Ärger gab. Und so sitzen wir nicht als die einzigen enttäuschten Wanderer auf der Terrasse und genießen unser mitgebrachtes Mittagessen, bevor wir die letzten Meter über die Heide bis zum Clemensberg in Angriff nehmen.

 

Vom Gipfel aus bietet sich ein schicker Ausblick auf die Umgebung und vor allem auf den nahegelegenen und beeindruckenden Diabas Steinbruch, in dem noch fleissig gearbeitet wird. Auch hier finden wir ein Gipfelbuch und eine Stempelstelle vor, so dass wir uns verewigen und unseren Wanderpass stempeln können.

 

Clemensberg
Gipfelkreuz auf dem Clemensberg.

Vom Clemensberg zum Hillekopf

 

Waren am Clemensberg noch reichlich Wanderer unterwegs, sind wir im Folgenden nun wieder fast mutterseelenallein im Wald. Der Rothaarsteig führt noch ein Stück durch die Hochheide, vorbei an der Hoppeckequelle und geleitet uns anschließend wieder durch viel Wald. Auf ruhigen Pfaden geht es hinauf auf die Hildfelder Höhe und an der Hillekopf Schutzhütte legen wir erneut ein kleines Päuschen ein.

 

Wenig später erreichen wir offeneres Gelände und schauen auf die Ortschaft Küstelberg. Durch die Wiesen und Felder geht es bis in den Ort und vorbei am historischen Pferdemarkt.

 

Pferdemarkt Küstelberg
Pferdemarkt in Küstelberg

Von Küstelberg nach Winterberg

 

Der Rothaarsteig verläuft vorbei an einer weitläufigen Weihnachtsbaumschule. Wir überqueren eine Hauptstraße und gelangen an einen Wanderparkplatz. Vor uns liegt der Steinbruch Wagenschmier. Den kurzen Abstecher vom Weg bis zur Infotafel solltet ihr nicht verpassen. Bereits im Mittelalter gab es hier eine wichtige Verkehrsverbindung und es wird angenommen, dass der Name Wagenschmier daher rührte, dass die Wagen hier häufig in dem lehmigen Untergrund eingesunken sind. Wir schauen uns den Wagenschmier an und wandern danach auf dem Steig, der uns rechterhand oberhalb des Steinbruchs in den Wald hinein führt.

 

Wagenschmier
Wagenschmier

Das letzte markante Ziel dieser Etappe ist die Ruhrquelle. Wir halten uns an die Wegweiser des Rothaarsteigs, überqueren etwas später abermals eine Hauptstraße sowie den Wanderparkplatz an der Ruhrquelle, bevor wir am eigentlichen Ziel ankommen. Unscheinbar rinnt die kleine Ruhr aus dem Berg, wird noch geführt durch einen angelegten Steinkanal, fliesst später über den Forstweg und fortlaufend durch die Wiesen.

 

Bis Winterberg ist es jetzt nicht mehr allzu weit und wir erreichen unsere Unterkunft, das HAPIMAG Resort, welches sich unmittelbar am Rothaarsteig befindet.

 

Zeit für Regeneration

 

Nach unserem CheckIn machen wir erstmal ein kleines Päuschen in unserem Appartement und packen unsere Futterlieferung von HappyDog aus. Jede Menge Fitness-Leckerlis und Futter sind dabei und Holly ist für die kommenden Wandertage prima ausgestattet.

 

Dann schnappen wir uns unsere Badesachen und tauchen ab ins Schwimmbad zum Regenerieren. Neben einem tollen Schwimmbecken finden wir auch zwei tolle HotPots auf der Außenterrasse. Da schon einige Gäste beim Abendbrot sind, haben wir die Anlage fast für uns allein.

 

Hapimag Winterberg
HotPot im HAPIMAG Winterberg

 

Heute ist BBQ-Abend und es gibt Rindsschäufele frisch aus dem Smoker, frische Salate und vieles mehr am Buffet. Wir lassen es uns gut schmecken, ehe wir müde ins Bettchen fallen.

Und hier noch ein paar Fakten zum HAPIMAG Winterberg

 

Hinweis vorab: Dieser Blogbeitrag wurde nicht bezahlt. Das HAPIMAG Winterberg hat uns freundlicherweise eingeladen unsere dritte Nacht am Rothaarsteig hier zu verbringen und wir freuen uns, dass wir euch an dieser Stelle eine ganz tolle Empfehlung aussprechen können, wenn es euch einmal nach Winterberg und/oder auf den Rothaarsteig verschlägt!

 

Lage: Direkt am Rande des Rothaarsteigs. Ideal um abends noch eine Gassirunde zu gehen.

 

Hunde: Hunde sind im Resort gern gesehene Gäste. Auf dem Außengelände sind Tütchenspender und Mülleimer für die Hinterlassenschaften eurer Vierbeiner vorhanden. Ins Restaurant dürfen Hund nicht mitgebracht werden.

 

Wellness: Schwimmbad, Whirlpool, Fitnessraum

 

Lunchpaket: Wanderer erhalten auf Wunsch ein Lunchpaket.

 

Zimmer: Sehr schöne Appartements mit großem Balkon und genug Platz für die ganze Familie.

 

Anlage: Sehr gepflegte Anlage. Toll für Familien mit Kindern. In den Ferien wird auch Programm geboten. Auch für einen längeren Aufenthalt top geeignet.

 

Mehr Infos findet ihr auf der Webseite des HAPIMAG Resorts Winterberg.

 

Hapimag Winterberg
HAPIMAG Resort Winterberg

Short-Facts Etappe 2 Willingen – Winterberg

 

Mit 22 Kilometern ist auch diese eine der längsten Etappen des Rothaarsteigs. Insgesamt gibt es aber wieder sehr viel zu sehen und zu erleben. Zudem hat Winterberg einiges zu bieten, so dass sich hier auch ein Regenerationstag anbietet, um noch etwas Freizeitvergnügen nach zu gehen. Unsere nächste Etappe wird sich diesem widmen.

 

Viel Spaß in Winterberg. Eure Dina

 

Anbei noch ein paar Bilder sowie der Link zum GPS-Track auf Outdooractive.

 

 

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